Der Wunsch der Bayern-Bosse ist klar: Es soll Ruhe einkehren hinsichtlich der Diskussion um die Zukunft von Thomas Müller. Zuletzt hatte Niko Kovac diese angefacht, als er sagte: „Wenn Not am Mann sein sollte, wird er mit Sicherheit auch seine Minuten bekommen.“ Für diese Aussage entschuldigte sich der Übungsleiter nun auf einer Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den FC Augsburg (Samstag 15:30 Uhr).

Wer am Wochenende spielt, behalte ich in meinem Kopf. Was die Aussage anbetrifft: Das war ein Fehler von mir. Ich habe mich falsch artikuliert. Ich habe einen Tag danach mit Thomas gesprochen, das war so nicht gemeint, das hat Thomas auch verstanden.“ Das Verhältnis zwischen Spieler und Trainer ist also noch intakt.

Aus der Welt sind die Probleme mit Müller damit aber nicht. Denn der Weltmeister von 2014 will sich nicht mit einem Stammplatz auf der Bank zufriedengeben. Sollte er also weiterhin draußen sitzen, werden die Gedanken an einen Abschied nicht verschwinden.

Hernández ist fit

Kovac versuchte zudem, die Debatte um den Fitnesszustand von Lucas Hernández zu entschärfen: „Er hat das erste Spiel für Frankreich nicht gespielt. Zwei Spiele in so kurzer Zeit waren nicht möglich. Er ist schmerzfrei wieder nach München zurückgekommen. Er hat 90 Minuten gehabt.“

Weiteren Stress mit dem französischen Verband wird es also zunächst nicht geben. Entgegen der Einschätzung der Münchner Ärzte war Hernández offenbar doch in der Lage, für Frankreich aufzulaufen, ohne sein Knie zu sehr zu belasten. Allzu viel wird man beim französischen Verband folglich auch in Zukunft nicht auf die Empfehlungen von Bayerns Mannschaftsarzt Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt geben.