Seine erste Bundesliga-Halbserie bei RB Leipzig hat sich Davie Selke anders vorgestellt. Magere 178 Minuten stand der 21-Jährige auf dem Platz, schoss lediglich zwei Tore. Zuletzt kamen immer wieder Gerüchte auf, die den Ex-Bremer mit einem Abschied aus Sachsen in Verbindung brachten. Auch wenn das Thema zumindest für den Januar wohl endgültig vom Tisch ist, will sich Selke im Interview mit der ‚Bild‘, dennoch nicht zu den Roten Bullen bekennen.

Auf Anfrage, ob er in Leipzig bleiben wolle, umschifft der Stürmer ein klares Bekenntnis: „Eins ist klar: Ich fühle mich in diesem Verein extrem wohl. Und wenn ich in der Rückrunde auf meine Einsätze komme, dann gibt es überhaupt keinen Grund, nach rechts oder links zu schauen. Dafür werde ich weiter hart arbeiten.“ Was passiert, wenn er weiterhin nicht am etablierten Sturmduo Yussuf Poulsen und Timo Werner vorbeikommt, lässt Selke unausgesprochen.

Die Tendenz des 21-Jährigen ist jedoch deutlich zu erkennen: Sollte sich bis zum Sommer nichts ändern, wäre Selke bereit die Reißleine zu ziehen. „Klar ist, dass das letzte halbe Jahr für meine Ansprüche an Spielzeiten zu wenig war. Es ist wichtig für mich als junger Spieler zu spielen. Dafür gebe ich im Moment alles, dass es sich ändert. Ich hoffe einfach, dass ich mehr Minuten bekomme. Alles andere lasse ich auf mich zukommen“, gibt er sich vielsagend. Zuletzt wurde Borussia Mönchengladbach und Bayer Leverkusen Interesse nachgesagt.

FT-Meinung: Selke hat klargestellt, dass seine Geduld nicht ewig währt. Genauer gesagt: Bis zum Sommer. Sollte sich an der Situation des U21-Nationalspielers nichts ändern, wird er sich aus Leipzig verabschieden wollen. RB selbst machte zuletzt immer wieder deutlich, dass man Selke nicht ziehen lassen will. Daran könnte sich auch im Sommer nichts ändern. Schließlich werden die Roten Bullen, sollten sie ihre Formkurve beibehalten, 2017/2018 auf drei Hochzeiten tanzen.