Es war eine Nachricht, nach dessen Bekanntgabe die Verantwortlichen beim FC Chelsea wohl die Korken knallen ließen. Der internationale Sportgerichtshof hat die von der FIFA verhängte Transfersperre halbiert. Ab Januar dürfen die Blues endlich wieder auf dem Transfermarkt mitmischen.

Frank Lampard will den guten Neuigkeiten keine zu hohe Bedeutung zukommen lassen. „Es ist, was es ist. Jetzt wissen wir es. Es ist ein positives Ergebnis für uns“, äußert sich der Blues-Trainer, „wir können den Markt in Zukunft betrachten. Es ist offensichtlich eine gute Sache.“

Weiter führt der 41-Jährige aus: „Ich bin mit der Mannschaft zufrieden. Ich denke nur an die Truppe, die wir jetzt haben, und im Januar können wir über unsere Optionen nachdenken.“ In der Tat hat Lampard aus der Not im Sommer eine Tugend gemacht und erfolgreich zahlreiche Eigengewächse in die Profi-Mannschaft eingegliedert.

Bekommen die Chelsea-Youngster Konkurrenz?

Mittelstürmer Tammy Abraham, Spielmacher Mason Mount, Innenverteidiger Fikayo Tomori oder Rechtsverteidiger Reece James – die Eigengewächse zählen zu den Senkrechtstartern der Saison. Lampard hat innerhalb kürzester Zeit eine komplett neue Achse aus jungen Spielern aus dem Boden gestampft. Der wiedergenesene Callum Hudson-Odoi klopft ebenfalls an der ersten Elf.

Es bleibt die Frage, ob der Trend bei den Blues auch nach dem Wintertransferfenster anhält. Auf einigen Positionen könnte ordentlich Bewegung reinkommen. Laut einem Bericht des ‚Telegraph‘ steht Lampard ein Budget von umgerechnet rund 180 Millionen Euro zur Verfügung.

Wer ist im Gespräch?

Weit oben auf der Wunschliste steht Jadon Sancho von Borussia Dortmund. Für den 19-Jährigen wären die Londoner bereit, sehr tief in die Tasche zu greifen und jeden Preis der Konkurrenz mitzugehen. Zuletzt hieß es beim BVB jedoch, dass man den hochbegabten Flügelspieler erst im Sommer ziehen lassen würde. Dennoch könnte an der Strobelallee ein unmoralisches Angebot reinflattern.

Auch die Namen von Crystal Palace-Star Wilfried Zaha und Moussa Dembélé von Olympique Lyon werden genannt. Es ist allerdings schwer vorstellbar, dass Topscorer Tammy Abraham (zwölf Tore, fünf Assists in 21 Spielen) ein neuer Angreifer vorgesetzt wird. Denkbar wäre ein direkter Ersatz für Backup-Stürmer Olivier Giroud. Der Franzose will sich im Winter nach einem neuen Klub umsehen.

Auf der Linksverteidiger-Position soll Ben Chilwell von Leicester City die gewünschte Langzeitlösung werden. Der 22-jährige Engländer hat sich bei den Foxes zum Nationalspieler gemausert und noch einen Kontrakt bis 2024. Chilwell wäre daher wohl erst ab einer Summe von 80 Millionen Euro zu haben. Dass man in Leicester bereit ist, seine Leistungsträger nur gegen eine hohe Gebühr abzugeben, zeigte sich bereits im Sommer beim Rekordwechsel von Harry Maguire.