Tor

80 Millionen Euro kostete der Baske Kepa Arrizabalaga – der teuerste Torhüter aller Zeiten. Sein tatsächlicher Markwert liegt zwar wohl noch ein gutes Stück darunter (Kepa kam aufgrund einer Ausstiegsklausel), das war den Chelsea-Verantwortlichen aber herzlich egal. Nach dem Abgang von Thibaut Courtois zu Real Madrid sollte und musste eine neue Nummer eins her. Nichts anderes ist für den Rekordmann vorgesehen, der seinen Vorgänger aber erst noch vergessen machen muss.

Abwehr

In der Abwehr nichts Neues? Sollte man meinen, schließlich sind die Blues in diesem Mannschaftsteil nicht aktiv geworden. Doch das täuscht: Maurizi Sarri hat gegenüber dem Vorjahr fleißig umgebaut. Anders als sein Vorgänger Antonio Conte bevorzugt er bislang eine Viererkette mit dem gesetzten Innenverteidiger-Duo Antonio Rüdiger und David Liuz. Dem Ex-Gladbacher Andreas Christensen bleibt vorerst nur die Rolle des Edeljokers.

Kapitän César Azpilicueta, unter Conte noch zentraler Mann in der Dreierkette, rückt wieder nach rechts außen. Komplettiert wird die spanische Außenverteidigung auf links von Marcos Alonso. Emerson (links) und Davide Zappacosta (rechts) sind die Backups.

Mittelfeld

Wenig überraschend ist Sarri-Lieblingsschüler Jorginho im System des Italieners gesetzt und soll als spielstarker Sechser die Fäden ziehen. N’Golo Kanté bringt daneben vor allem seine Zweikampf- und Laufstärke ein. Routinier Cesc Fàbregas wird um seine Einsätze kämpfen müssen.

Eigentlich galt Eden Hazard bei Real Madrid schon als der designierte Ronaldo-Erbe, nun schlossen spanische Medien einen Deal jedoch aus. Dass der Belgier im ersten Premier League-Spiel der Saison gegen Huddersfield Town (3:0) nur eingewechselt wurde, dürfte mit seinem Trainingsrückstand zusammenhängen. Willian könnte nach Hazards Startelf-Comeback wieder nach rechts rücken. Da spielte bislang Pedro, der aber auch zentral hinter der Spitze fungieren kann. Sein Konkurrent auf dieser Position heißt Ross Barkley.

Angriff

Der fünfte Spanier in Sarris Wunschelf: Álvaro Morata genießt das Vertrauen seines Trainers, entsprechend haben sich die Gerüchte um seinen Abgang abgekühlt. Gehandelt wurden in den vergangenen Wochen vor allem der AC Mailand und Borussia Dortmund. Ein Wechsel scheint aber kein Thema mehr zu sein. Für seine zweite Chance wird sich Morata aber mit reichlich Toren bedanken müssen.