Sander Berge (KRC Genk)

Jung, entwicklungsfähig, bereit für den nächsten Schritt – Sander Berge (21) zählt mit diesem Profil ganz automatisch zu jenen Spielern, die in den Fokus diverser Bundesligisten rücken. Seit Januar 2017 spielt der Norweger für den amtierenden belgischen Meister KRC Genk und entwickelte sich seitdem zu einem der besten Sechser der Jupiler Pro League. Ihn zeichnet Zweikampfstärke, unermüdliche Laufbereitschaft und trotz seiner 1,95 Meter eine feine Technik aus. Wenn Berge auf einen Wechsel pocht, dürfte es für Genk schwierig werden.

Leandro Paredes (Paris St. Germain)

Erst vor knapp einem Jahr überwies Paris St. Germain stolze 40 Millionen Euro für Leandro Paredes (25) an Zenit St. Petersburg. Dass sein Marktwert aufgrund mangelnder Spielzeit seitdem eher gesunken sein dürfte, könnte ihn für die neureiche Hertha erschwinglich machen. Der Argentinier verfügt über eine starke Spieleröffnung und steht auch in Zweikämpfen seinen Mann. Dass ihm PSG-Trainer Thomas Tuchel zuletzt zweimal 90 Minuten gewährte, könnte aber dafürsprechen, dass die Franzosen jetzt mehr mit Paredes vorhaben. Der Unterschied zwischen Ligue 1-Dominanz und Bundesliga-Abstiegskampf könnte zudem kaum größer sein.

Tomas Soucek (Slavia Prag)

In der laufenden Saison ist Tomas Soucek (24) der überragende Mann bei Borussia Dortmunds Champions League-Gruppengegner Slavia Prag. Der tschechische Nationalspieler zeigte auch am vergangenen Dienstag gegen den BVB (1:2) eine starke Leistung und erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich. Für einen Sechser ist seine Torquote beeindruckend: Acht Tore in der Liga, zwei im Pokal, zwei in der Champions League. Wie bei Berge gilt: Sollte Soucek den nächsten Schritt machen wollen und das passende Angebot in Prag eintrudeln, ist ein Wechsel nicht ausgeschlossen.

Max Meyer (Crystal Palace)

Ein „Weltklassespieler“ (Berater Roger Wittmann) für die Hertha? Klar ist: Max Meyers (24) Situation bei Crystal Palace ist alles andere als zufriedenstellend, eine Rückkehr in die Heimat könnte die ersehnte Trendwende herbeiführen. Das Finanzielle dürfte für die Alte Dame dabei noch das geringste Problem sein. Eher stellt sich die Frage, ob Meyer neben seinen unbestrittenen Fähigkeiten im Spielaufbau die nötige Zweikampfhärte für den Abstiegskampf in der Bundesliga mitbringt.

Nabil Bentaleb (FC Schalke 04)

Ein absolut stimmiges Gesamtpaket: Nabil Bentaleb (25) genügt offensiv wie defensiv gehobenen Ansprüchen, kann eine Mannschaft mitreißen und bringt die nötige Robustheit mit. Nach seinen zahlreichen Fehltritten auf Schalke stellt sich jedoch die Charakterfrage: Schafft es der Algerier, seine Eigeninteressen dem Abstiegskampf unterzuordnen? Kommt er mit dem ebenfalls nicht unkomplizierten Klinsmann aus? Werder Bremen war der heißeste Kandidat auf einen Bentaleb-Transfer im Sommer. Ein weiterer Vorstoß der Grün-Weißen im Januar ist denkbar – dann müsste Hertha bessere Argumente liefern. „Im Prinzip warte ich auf einen Ausweg. Ich habe meinen Willen und meinen guten Glauben gezeigt. Sie haben mich ins B-Team gesteckt, und ich habe weitergearbeitet. Die Trainer und Verantwortlichen der zweiten Mannschaft loben mich, haben positiv über mich gesprochen. Aber es gibt etwas, das blockiert, das zerbrochen ist“, sagte Bentaleb zuletzt.