Neuer – Lahm, Boateng, Hummels, Höwedes – Khedira, Schweinsteiger, Kroos – Müller, Klose, Özil. Aus jener legendären Mannschaft, die Brasilien 2014 mit 7:1 vom Platz gefegt hatte und anschließend Weltmeister wurde, sind seit gestern nur noch Neuer und Kroos übrig. FT checkt, wie die Nationalelf bald auflaufen könnte.

Tor

Nachdem Joachim Löw seinem Kapitän Ende vergangenen Jahres noch eine Stammplatzgarantie gegeben hatte, weichte er sein Versprechen an Manuel Neuer am Wochenende auf. Marc-André ter Stegen, seit Wochen überragend beim FC Barcelona, „wird bei der EM-Quali seine Chancen bekommen“, so der Bundestrainer. Es riecht nach einem offenen Konkurrenzkampf. Kevin Trapp und Bernd Leno duellieren sich um die Nummer drei.

Abwehr

In der Abwehr steht der ultimative Umbruch an. Niklas Süle wird der neue Abwehrchef, beste Chancen auf den Platz an seiner Seite hat Antonio Rüdiger, der beim FC Chelsea unumstrittener Stammspieler ist. Als Backup könnte Jonathan Tah dienen. Thilo Kehrer und Matthias Ginter kommen für die halbrechte beziehungsweise rechte Seite infrage. Links hat Nico Schulz bessere Karten als Jonas Hector. Sein Comeback feiern könnte der derzeit starke Leipziger Marcel Halstenberg.

Mittelfeld

Joshua Kimmich und Toni Kroos sollen das neue Herzstück bilden. Dahinter lauern Leon Goretzka, Ilkay Gündogan und Emre Can auf ihre Chance. Auf der Zehnerposition bewerben sich derzeit mit den formstarken Leverkusenern Kai Havertz und Julian Brandt zwei aufstrebende Talente. Insbesondere Havertz sollte über kurz oder lang Stammspieler werden. Julian Draxler wartet nach wie vor auf den großen Durchbruch. Beste Karten hat jedoch Marco Reus – sofern der BVB-Kapitän endlich mal verletzungsfrei bleiben sollte.

Angriff

Die Nichtnominierung von Leroy Sané für die WM erwies sich als Fehler – nun soll der Manchester City-Star zum neuen Gesicht des Teams werden. Serge Gnabry hat sich einen Stammplatz beim FC Bayern gesichert und wird künftig auch im DFB-Team eine wichtige Rolle einnehmen. Die nominellen Flügelspieler Sané und Gnabry dürften ergänzt werden durch Timo Werner. Falls einmal ein klassischer Zielspieler gebraucht wird, könnte Davie Selke zum Thema werden. Der Neuner überzeugt derzeit bei Hertha BSC.

Die potenzielle Aufstellung