Wenn Sidney Sams Vertrag in Altach am Ende der Saison ausläuft, ist für den 31-Jährigen schon klar, wie es weitergehen soll. „Natürlich ist es mein Ziel, nochmal auf höchstem Niveau zu spielen. Eine Rückkehr in die deutsche Bundesliga wäre das Größte“, gibt der Ex-Bochumer in der ‚Sport Bild‘ zu Protokoll.

Sein bisher letztes Bundesligaspiel liegt zweieinhalb Jahre zurück. Am finalen Spieltag der Saison 2016/17 gastierte Sam mit Darmstadt 98 bei Borussia Mönchengladbach (2:2). Darmstadt musste nach dem Spiel den Gang in die zweite Bundesliga antreten, für Sam ging es weiter zum VfL Bochum.

Rettungsanker Altach

Nach zwei Jahren im Ruhrgebiet, in denen dem ehemaligen Leverkusener nur zwei Tore und vier Vorlagen gelangen, wurde Sams Vertrag nicht mehr verlängert. Nach drei Monaten ohne Job heuerte der gebürtige Kieler dann beim SCR Altach an. In der österreichischen Provinz findet Sam allmählich zu alter Stärke zurück.

Die erste Profistation außerhalb Deutschlands sei wie dafür gemacht, sich zu rehabilitieren, sagt der ehemalige Nationalspieler: „Die österreichische Liga ist perfekt, um sich als abgestürzter Star aus der Versenkung zu holen und neu anzufangen. Den Schritt hierher kann ich allen Profis, die bei deutschen Bundesligaklubs aufs Abstellgleis geraten sind, nur empfehlen.“

Sam hat seine Form wiedergefunden

Seit seinem Wechsel nach Österreich läuft es für Sam wieder deutlich besser. In seinen ersten acht Spielen für die Vorarlberger konnte Sam mit zwei Toren und sechs Vorlagen auf sich aufmerksam machen. Für sein eigenes Empfinden ist er in einer „super Verfassung“. Wie Sam selbst sagt, sei er wieder in der Form „wie zu meiner besten Profi-Zeit in Leverkusen“.

Ob seine Leistungen ausreichen, um Klubs aus der deutschen Bundesliga von einem Engagement überzeugen, steht noch in den Sternen. Bis zum Sommer hat Sam Zeit, Argumente in eigener Sache zu sammeln. Eines ist jedenfalls sicher: Das Selbstvertrauen beim Deutschen ist zurück.