Elf Tore in den ersten sechs Spielen. Der Start unter Neu-Trainer Pep Guardiola hätte für Sergio Agüero nicht besser laufen können. Es schien gar, als habe der Starcoach im Mittelstürmer von Manchester City jenen Spieler entdeckt, auf den er fortan sein Spiel ausrichten möchte. Doch mittlerweile muss man festhalten, dass alles anders kam, als angenommen. Gabriel Jesús scheint Agüero innerhalb kürzester Zeit den Rang abgelaufen zu haben.

Am heutigen Sonntag steht Jesús in der Partie gegen Swansea City bereits zum zweiten Mal in Folge in der Startaufstellung der Citizens. Für Agüero bleibt da nur der Platz auf der Bank. Ein Umstand, der dem stolzen Argentinier so gar nicht schmecken dürfte. Umso lieber wird er es hören, dass trotzdem gleich drei europäische Schwergewichte seine Fährte aufgenommen haben und ihn von einem Vereinswechsel überzeugen wollen.

Benzema vor Abgang?

Insbesondere Real Madrid soll schon länger die Fühler nach dem schussgewaltigen Rechtsfuß ausgestreckt haben. Mit Beendigung der Transfersperre ist bei den Königlichen ohnehin mit dem ein oder anderen Knallertransfer zu rechnen. Agüero wäre dabei ein Spieler ganz nach dem Geschmack von Präsident Florentino Pérez. Dazu passt auch die Meldung der ‚AS‘, dass der etatmäßige Mittelstürmer Karim Benzema nach acht Jahren einen Abschied aus dem Bernabéu in Erwägung ziehen soll.

Einen Strick durch die königliche Rechnung möchte indes der FC Chelsea machen. Dem Tabellenführer der Premier League droht im Sommer der Verlust von Toptorjäger Diego Costa, den es nach China ziehen könnte. Der ‚Daily Mirror‘ berichtet angesichts dessen, dass die Blues bereit seien, umgerechnet rund 87 Millionen Euro in Agüero zu investieren und Real somit auszustechen. Ob City jedoch bereit wäre einen direkten Konkurrenten im Kampf um die englische Meisterschaft zu stärken, darf bezweifelt werden.

Auba oder Dybala?

Dritter im Bunde ist dem englischen ‚Express‘ zufolge Inter Mailand. Die Lombarden werden seit geraumer Zeit von der chinesischen Suning Group finanziell unterstützt und bieten Agüero ein Wochengehalt von 347.000 Euro, heißt es. Mit Mauro Icardi verfügt Inter jedoch bereits über einen auch international vorzeigbaren Angreifer. Nur bei einem Abgang von Agüeros Landsmann könnte ein Engagement in der Modestadt zum Thema werden.

Sollte Agüero weiterhin mit einem Platz auf der Bank Vorlieb nehmen müssen, dürfte er auf einen Abschied aus Manchester drängen. Guardiola bräuchte dann einen geeigneten Nachfolger. Laut dem Express steht Pierre-Emerick Aubameyang von Borussia Dortmund ganz oben auf der Wunschliste des Katalanen. Schenkt man hingegen der AS Glauben, dann soll Paulo Dybala der Angreifer Nummer eins im Etihad werden. Das Blatt berichtet, dass City das Rennen um den Gaucho anführt.

FT-Meinung: Das Stürmerkarussell wird im Sommer Fahrt aufnehmen. Eine entscheidende Rolle spielt dabei, für welchen Verein sich Agüero entscheidet. Dass er über den Sommer hinaus in Manchester bleibt, wird mit jeder Partie auf der Bank unwahrscheinlicher. Die Angebote aus Mailand, London und Madrid dürften ihm schmeicheln. Die besten Karten dürfte dabei Real haben.