Für rund 59 Millionen Euro wechselte Fernando Torres im Januar 2011 vom FC Liverpool zum FC Chelsea. Der 27-jährige Spanier ist damit britischer Rekordtransfer. Eine Bürde, an der Torres augenscheinlich zu knabbern hat. Drei Treffer in der Premier League stehen für ‚El Niño‘ zu Buche. Auch die Ankunft von Neutrainer André Villas-Boas hat Torres’ Situation nicht verbessert. Den 2:1-Erfolg über Manchester City verfolgte der Stürmer von der Bank aus.

Wie die ‚Daily Mail‘ berichtet, verliert man an der Stamford Bridge allmählich die Geduld mit Torres und erwägt sogar einen Verkauf des Superstars im Winter. Angeblich ist man ab einer Summe von rund 23 Millionen Euro gesprächsbereit. Bedenkt man die gezahlte Ablöse, würde dies einen Verlust von rund 35 Millionen Euro bedeuten. Trotz der prall gefüllten Schatullen von Klubbesitzer Roman Abramovich erscheint dieses Szenario vor allem aus wirtschaftlichen Gründen unwahrscheinlich.

Es ist kein Geheimnis, dass Villas-Boas einen Umbruch der Mannschaft plant. Der Wechsel von Nicolas Anelka zum chinesischen Klub Shanghai Shenhua verdeutlicht die Ambitionen des Trainers, sich von Altlasten zu trennen. Auch der Verbleib von Didier Drogba über die Saison hinaus erscheint fraglich. Mit Daniel Sturridge und Romelu Lukaku verfügen die ‚Blues‘ über zwei junge Stürmer mit Perspektive. Trotz seines Formtiefs bleibt Torres damit quasi unverzichtbar. Ein Transfer im Januar zu den genannten Konditionen erscheint so gut wie ausgeschlossen.