Der FC Chelsea hat vor einigen Jahren die einmalige Gelegenheit verpasst, Kylian Mbappé unter Vertrag zu nehmen. Ex-Blues-Scout Serge Daniel Boga offenbart gegenüber ‚Goal.com‘ die Geschichte um das gescheiterte Probetraining im Jahr 2012. Damals war Mbappé zarte 13 Jahre alt, galt aber in Fachkreisen schon als außergewöhnliches Juwel.

Ich sagte zu Chelsea, dass es dieses Kind gibt, das sie sich angucken müssen“, berichtet Boga. Im Anschluss sei Mbappé ins Trainingszentrum nach Cobham gereist, um sich dort eine Woche lang zu präsentieren. Danach habe man dem Talent und seiner Familie mitgeteilt, dass man noch keine Entscheidung fällen, sondern lieber ein weiteres Probetraining in die Wege leiten wolle. Daraufhin sei der Kontakt abgebrochen.

Er war sehr begabt, aber in England wollen sie Spieler sehen, die nach hinten laufen und hart arbeiten. Zu dieser Zeit war er noch kein harter Arbeiter“, erläutert Boga, „defensiv war er noch nicht präsent. Wenn er den Ball hatte, war er unglaublich, aber ohne Ball hat er nicht viel gearbeitet.“

Trotz der offensichtlichen Defizite konstatiert Boga, dass Chelsea ihn „unter Vertrag hätte nehmen sollen“. Doch der ehemalige Scout räumt ein: „Um fair zu sein: Es ist einfach, das jetzt zu sagen. Zu dieser Zeit hatte Chelsea einen tollen Kader.“ Dennoch: Ein Wermutstropfen bleibt, auch wenn zuhauf ähnliche Geschichten von unerkannten Talenten kursieren, die später zu Weltstars reiften.