Schnell und oft auch widersprüchlich geht es zu im bezahlten Fußball. Aktuelles Beispiel: Mesut Özil. Bis Mitte November war an einen Abgang vom FC Arsenal überhaupt nicht zu denken, sogar von einem Karriereende im Norden Londons sprach der deutsche Ex-Nationalspieler. Einen halben Monat später interessiert das auf der Insel offenbar niemanden mehr.

Anlass genug, um über einen Özil-Abgang zu spekulieren, ist den englischen Medien die Premier League-Partie gegen den AFC Bournemouth, die der Spielmacher 90 Minuten lang als Zuschauer verfolgen musste. Angeblich soll ihm das auch in den kommenden Spielen blühen. Die ‚Sun‘ bringt mit Inter Mailand deshalb schon einmal einen Plan B ins Spiel.

20 Millionen Euro auf der Bank

Der Serie A-Klub wolle davon profitieren, dass Özil mit seinem 20 Millionen-Jahressalär beim Klub aus dem Norden Londons besonders auf dem Prüfstand steht. Einen Großverdiener seines Kalibers langfristig auf der Bank zu parken, können und wollen sich die Gunners demnach nicht leisten.

UnwahrscheinlichFT-Meinung: Die Personalie Özil ist ein gutes Beispiel dafür, wie sensibel die englische Medienlandschaft auf Leistungsschwankungen der Premier League-Topstars reagiert. Vom unverzichtbaren Kapitän bis zum vermeintlichen Notnagel ist es auf der Insel ein sehr kurzer Weg. Dass Inter Interesse hat, scheint vorstellbar. Dass Özil bereits jetzt keine Zukunft mehr bei Arsenal haben soll, dagegen weniger.