Seit etwas mehr als einem Monat ist Franck Ribéry Spieler des AC Florenz. Schon bei seiner Ankunft in der Toskana wurde der Superstar frenetisch gefeiert. In Windeseile schaffte er es nun auch, die gesamte italienische Presselandschaft hinter sich zu bringen.

Bereits bei seinen ersten Einsätzen als Joker gegen die SSC Neapel (3:4) und den FC Genua (1:2) ließ Ribéry sein Können aufblitzen. Beim 0:0 gegen Juventus Turin überzeugte der 36-Jährige dann erstmals von Anfang an, gegen Atalanta Bergamo (2:2) erzielte er sein erstes Tor.

Was Ribéry bis gestern Abend noch fehlte, war der erste Sieg mit seinem neuen Team. Und der gelang beim 2:1 im Duell mit Sampdoria Genua. Ribéry – der als Teil einer Doppelspitze auflief – legte dabei das 1:0 vor und provozierte durch seine unnachahmlichen Dribblings gleich drei gelbe Karten für den Gegner.

Mann des Spiels

Entsprechend verneigten sich die Tifosi im Artemio Franchi bei Ribérys Auswechslung in der 73. Minute. Und auch Italiens Presse huldigte dem Altmeister. ‚Gazzetta‘ und ‚Corriere dello Sport‘ ernannten Ribéry jeweils zum Mann des Spiels. Die ‚Gazzetta‘ schrieb: „Er ist ein Zauberer, der den Kaviar verteilt.“ Und meinte damit die butterweiche Flanke vor dem 1:0.

Die ‚Nazione‘ schlug in die selbe Kerbe. „Auch mit 36 Jahren ist der Franzose noch ein Spritfresser“, schreibt die Lokalzeitung und meinte damit Ribérys Laufleistung. Bei seiner Auswechslung reagierte der Rechtsfuß dann schon beinahe gewohnt widerwillig. Sein Trainer nahm es locker: „Es ist schön zu sehen, wenn ein Spieler durchspielen will“, grinste Vincenzo Montella. Logisch, denn Ribéry hat noch einiges zu geben.