Jovic-Abstieg bei Florenz: Geschenkt ist noch zu teuer

Im Sommer ließ Luka Jovic das Kapitel Real Madrid nach drei enttäuschenden Jahren hinter sich und wechselte zum AC Florenz. Doch auch bei der Viola verfolgt den ehemaligen Frankfurter das Pech.

Luka Jovic liegt am Boden
Luka Jovic liegt am Boden ©Maxppp

Luka Jovic machte den Fans des AC Florenz gleich am ersten Spieltag große Hoffnung, dass man bei den Veilchen endlich den Nachfolger für Dusan Vlahovic gefunden haben könnte. Gegen Aufsteiger US Cremonese (3:2) erzielte Jovic das zwischenzeitliche 2:1 für die Viola, die am Ende als Sieger vom Platz ging. Der Serbe durfte dabei erstmals seit mehr als einem Jahr über die vollen 90 Minuten ran, von einer möglichen Auswechslung keine Spur.

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Rund einen Monat später ist klar, dass die Tifosi für Jovic wohl keine Hymnen dichten werden. Die folgenden 468 Einsatzminuten blieb der technisch hochbegabte Rechtsfuß dem Nachweis seines Talent schuldig, einen Treffer erzielte er nicht. Beim 1:1 gegen Juventus Turin am fünften Spieltag verschoss Jovic sogar einen Elfmeter.

Sportliche & finanzielle Bürde

Die ‚as‘ hat den Einfluss des ehemaligen Real Madrid-Profis messen lassen und kommt zu einem schockierenden Ergebnis: Wie der Datendienstleister ‚olocip‘ ans Tageslicht bringt, sorgt Jovic mit seinen offensiven und defensiven Aktionen dafür, dass Florenz mit dem Angreifer auf dem Platz pro 90 Minuten 0,63 Tore weniger erzielt hat. Der Ex-Frankfurter hat also einen klaren negativen Einfluss auf das Team von Trainer Vincenzo Italiano, das nach sieben Spieltagen Rang zehn belegt.

Ein Grund, weswegen man sich bei der Viola dem Bericht zufolge Gedanken über einen neuen Stürmer macht. Denn dauerhaft unterdurchschnittliche Leistungen von Jovic kann sich der Serie A-Klub anders als Real nicht ewig leisten. Der 24-Jährige gehört mit einem Nettogehalt von 3,2 Millionen Euro zu den Topverdienern bei der Fiorentina.

Im Sommer kam der einstige 63-Millionen-Einkauf ablösefrei von Real nach Florenz. Aus Sicht der Italiener eigentlich ein cleverer Deal. Doch der Jovic-Transfer scheint zur großen Enttäuschung zu verkommen. Beim 2:0-Sieg gegen Hellas Verona am Wochenende saß der Stürmer über die vollen 90 Minuten auf der Bank. Die Geduld mit dem einst Hochgelobten scheint bereits aufgebraucht.

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