„Ein schwieriges Thema“: Kroos spricht über Problematik mit Bale

Gareth Bale sorgt bei Real Madrid mittlerweile nur noch abseits des Rasens für Schlagzeilen. Teamkollege Toni Kroos bekommt die Problematik rund um den Waliser aus nächster Nähe mit.

Gareth Bale (l.) mit Teamkollege Toni Kroos
Gareth Bale (l.) mit Teamkollege Toni Kroos ©Maxppp

Sieben Jahre ist es her, da bezahlte Real Madrid die Rekordsumme von 101 Millionen Euro für Gareth Bale. In den zurückliegenden Monaten glichen die Auftritte des 79-fachen Nationalspielers aber häufig eher einer Parodie denn denen eines vermeintlichen Weltstars. Bale, der seinen Arbeitgeber im Kreise der walisischen Nationalmannschaft verhöhnt – Bale, der Mannschaftsabenden fernbleibt, um zu golfen – Bale, der auf der Ersatzbank ein Nickerchen macht.

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Der sportliche Anteil des Offensivspielers an der diesjährigen Meisterschaft ist äußerst überschaubar. Weil Bale aber mit geschätzten 17 Millionen Euro pro Jahr zu den absoluten Top-Verdienern bei Real zählt, wird der Nobelklub den Unruheherd nicht los. Teamkollege Toni Kroos verhehlt nicht, dass man in Madrid eigentlich andere Pläne mit Bale hatte.

„Dass die Situation für alle unbefriedigend ist, da muss man nicht drumherum reden. Er ist mit Sicherheit nicht geholt worden, um so wenig zu spielen, wie er es aktuell tut“, so der 30-Jährige im Podcast ‚Lauschangriff‘.

Intern kein großes Thema

Dennoch sei die Fehlentwicklung eher ein Thema für die Fans, die Medien und die Vereinsbosse, wie Kroos bemerkt: „Es ist alles nicht komplett nur hochgebauscht. Es ist ganz sicher nicht so extrem, wie es gemacht wird. In der Mannschaft ist alles okay. Ich kenne ihn ja auch sechs Jahre und wir haben auch ziemlich große Sachen zusammen gewonnen.“

Über die Ursachen des zerschnittenen Tischtuchs kann aber auch der Weltmeister von 2014 nur spekulieren: „Ich glaube, dass er letzten Sommer grundsätzlich weg wollte und dass von Vereinsseite auch erst ein ‚Ja‘ signalisiert wurde, dann wieder nicht. Ich weiß nicht, ob er da nach wie vor ein bisschen sauer ist.“

Aktuell zumindest macht Bale keine Anstalten, die Königlichen zu verlassen. Ohnehin findet sich wohl kein Verein, der das fürstliche Gehalt des Edelreservisten übernehmen würde. Womöglich muss Real die Situation also noch zwei Jahre aussitzen. Denn dann erst läuft der Vertrag des 31-Jährigen aus. Ein kostspieliges Unterfangen ohne Mehrwert, das zudem kein gutes Licht auf das große Real Madrid wirft. Oder wie Kroos es diplomatisch formuliert: „Ein schwieriges Thema“.

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