Schwierige Gespräche mit Goretzka & Co.: Bayern schaut sich um

Der FC Bayern führt schwierige Vertragsgespräche mit einigen Top-Spielern. Für den Fall der Fälle will Sportvorstand Hasan Salihamidzic vorbereitet sein.

Der FC Bayern feiert den Champions League-Sieg 2020
Der FC Bayern feiert den Champions League-Sieg 2020 ©Maxppp

Thiago ging ein Jahr vor Vertragsablauf zum FC Liverpool, David Alaba verlässt den FC Bayern in diesem Sommer sogar ablösefrei in Richtung Real Madrid. Und dem Rekordmeister droht der Verlust weiterer Top-Spieler, deren Verträge in nicht allzu ferner Zukunft auslaufen.

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Hasan Salihamidzic erläutert im Interview mit dem ‚kicker‘: „Der FC Bayern wird sich immer bei jedem Profi strecken, aber nie das Gesamtgefüge gefährden. Spieler und Führung sind gefordert, Kompromisse zu finden, damit wir alle zusammenbleiben und unsere erfolgreiche Arbeit fortsetzen können.“

Top-Spieler fordern mehr Gehalt

Derzeit stocken die Gespräche mit Leon Goretzka, Niklas Süle (beide Vertrag bis 2022) und Kingsley Coman (2023). Auch Joshua Kimmich und Serge Gnabry sind nur noch bis 2023 gebunden. Da sich allesamt seit ihrer Ankunft in München prächtig weiterentwickelt haben, fordern die Spieler mehr Gehalt.

„Das ist so, ja“, bestätigt Salihamidzic, der zugleich auf die wirtschaftlichen Einbußen durch die Corona-Pandemie verweist. Für den Fall, dass Einigungen mit Goretzka und Süle ausbleiben, schaut sich der Sportvorstand auf dem Markt um. „In diese Richtung könnte es gehen“, antwortet Brazzo befragt nach möglichen Nachfolgern für die beiden deutschen EM-Fahrer. Aber: Man sei „mittendrin“ in den Vertragsgesprächen.

Ausschau nach Rechtsverteidiger

Unterdessen ist die Rechtsverteidiger-Position eine offensichtliche Baustelle im Bayern-Kader. Der neue Trainer Julian Nagelsmann setzt gerne auf dynamische und offensivstarke Außenverteidiger – ein solcher fehlt dem FCB. Mit Benjamin Pavard verfüge man zwar über „einen der stabilsten Rechtsverteidiger überhaupt“, so Salihamidzic, dennoch werde man „genau verfolgen, wie die Situation am Markt ist, bis das Transferfenster schließt.“

Den gesuchten Spielertyp hatten die Bayern schon im Sommer 2020 ausgemacht. Salihamidzic bestätigt, Ridle Baku „im Blick“ gehabt zu haben – „und er hatte sicher ein gutes Jahr in Wolfsburg.“ Die Wölfe holten Baku für zehn Millionen Euro aus Mainz. Mittlerweile ist der 23-Jährige wohl zu teuer für den FCB.

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