Nach Aufstieg: Büskens über Trainerrolle, Terodde & Transfers

Die Saison hätte für Mike Büskens und den FC Schalke nicht schöner enden können. Der Meistertrainer richtet den Blick schon nach vorne auf die bevorstehende Bundesligasaison.

Mike Büskens führte Schalke 04 zurück in die Bundesliga
Mike Büskens führte Schalke 04 zurück in die Bundesliga ©Maxppp

Der FC Schalke 04 beendete am gestrigen Sonntagnachmittag die Zweitligasaison mit einem 2:1-Auswärtssieg beim 1. FC Nürnberg und sicherte sich damit die Meisterschale der zweiten Liga. Mike Büskens, der das Amt des Cheftrainers interimsweise von Dimitrios Grammozis übernommen hatte, stand dem ‚kicker‘ im Rahmen des Aufstiegs Rede und Antwort. Zur kommenden Saison wird der 54-Jährige wieder als Co-Trainer ins zweite Glied rücken.

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Selbstzweifel trotz Platz eins

Dass Büskens nach der Entlassung von Grammozis zunächst recht zögerlich auf den Vorschlag reagierte, die Mannschaft zu übernehmen, ist kein Geheimnis. „Es mussten mich einige Menschen in diese Position treiben. Ich habe mich vor ein paar Jahren bewusst dazu entschieden, nicht mehr in dieser ersten Reihe stehen zu wollen“, erklärt der Aufstiegstrainer der Knappen.

Trotz des erfolgreichen Saisonabschlusses bleiben bei Büskens Zweifel: „Ich muss gestehen, dass ich die Rolle als Interimstrainer zunächst, zumindest für mein eigenes Empfinden, gar nicht so richtig ausfüllen konnte. Ich fühlte mich irgendwie falsch aufgehoben, auch nachdem die Entscheidung schon gefallen war.“ Co-Trainer Matthias Kreutzer, Videoanalyst Lars Gerling und Gerald Asamoah sollen Büskens letztlich geholfen haben, Freude für die Aufgabe zu entwickeln.

Terodde bundesligatauglich

Dass Simon Terodde ausschließlich in der 2. Bundesliga Torgefahr ausstrahlt, verweist Büskens ins Reich der Fabeln: „Dieser vermeintliche Makel, er würde nur in der zweiten Liga treffen und die Bundesliga sei eine Nummer zu groß für ihn, ist aus meiner Sicht totales Schubladendenken.“ Schalkes routinierter Topstürmer erzielte 30 Treffer, holte sich die Torjägerkanone und hatte damit erheblichen Anteil an Meisterschaft und Aufstieg.

Auch für die kommende Spielzeit betrachtet Büskens den 34-Jährigen als wichtigen Spieler bei den Königsblauen: „Vielleicht wird Schalke in der nächsten Saison nicht mehr so häufig im gegnerischen Strafraum auftauchen. Aber wenn Simon da an den Ball kommt, hat er die nötige Ruhe und Abgeklärtheit wie kaum jemand anderes.“ Auch als Reservist könne er etwas zum Erfolg beitragen, denn der Angreifer sei ein „absoluter Teamplayer“.

Schröder war Schalkes Königstransfer

Auf welcher Position sich die Schalker verstärken müssen, um ab Sommer im Oberhaus konkurrenzfähig zu sein, will Büskens nicht im Detail benennen. Dies würde „der Aufstiegsmannschaft nicht gerecht werden“, so der Übungsleiter. Allerdings müsse man den Kader verstärken, „in allen Teilen“.

Neben neuer Qualität in der Spitze müsse man auch in der Breite dafür sorgen, dass der Kader keinen Aderlass verschmerzen muss: „Für jeden Kaderplatz, der frei wird, brauchen wir Ersatz.“ Rouven Schröder sei dafür gewappnet, meint Büskens: „Ich glaube, dass er das eindrucksvoll bewiesen hat.“ Der Sportdirektor könne mit „kniffligen Personalsituation“ umgehen. „Rouven war für Schalke der Königstransfer“, konstatiert Büskens.

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