Watzke zur Haaland-Zukunft: „Erling hat den Schlüssel“

Die Zeit von Erling Haaland bei Borussia Dortmund besitzt ein gewisses Ablaufdatum. Über sein Schicksal kann der Norweger selbst entscheiden, wie BVB-Boss Hans-Joachim Watzke klarstellt.

Erling Haaland freut sich mit Julian Brandt
Erling Haaland freut sich mit Julian Brandt ©Maxppp

Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke lässt sich beim Thema Erling Haaland nicht unter Druck setzen. „Dass wir Haaland verkaufen müssen, weil wir eine Aktiengesellschaft sind, ist bullshit. Die Entscheidung, ob bei uns jemand verkauft wird, trifft die Geschäftsführung und auch nur die“, sagte der 62-Jährige beim ‚Sport1‘-‚Doppelpass‘.

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Drei Jahre ist Haaland noch vertraglich an den BVB gebunden. Watzke habe „weder Zuversicht noch Pessismus“, was die schwarz-gelbe Zukunft des 21-jährigen Norwegers betrifft: „Der Schlüssel liegt bei Erling. Erling entscheidet, die Kriterien sind ganz einfach. Du musst das Gefühl haben, dass du auf dem absoluten Level angelangt bist, dann musst du dich vielleicht weiterentwickeln.“

Als Beispiel für die Vorteile eines längeren Verbleibs führte Watzke das Beispiel Robert Lewandowski an. Der Pole kam als unfertiger Spieler von Lech Posen zur Borussia und reifte dort zum Weltklasse-Angreifer, ehe er zum FC Bayern München weiterzog. „Lewy hat sich vier Jahre gegeben, sich weiterzuentwickeln. Wenn du zu den drei größten Klubs der Welt gehst, da musst du auf 150 Prozent sein in allen Bereichen“, so Watzke.

Klausel-Frage bleibt unbeantwortet

Sollte ein Klub im nächsten Sommer die kolportierte Ausstiegsklausel von 75 bis 90 Millionen Euro bedienen, wäre Haaland am Zug. Zuletzt wurde allerdings erneut berichtet, dass bei Haaland keine Klausel im Vertrag existiert.

Watzke brachte an dieser Stelle kein Licht ins Dunkel: „Ich habe noch niemals in meinem Leben über etwas referiert, was die Vertragsinhalte von Spielern angeht. Das ist elementar, dass sich ein Spieler und ein Klub auf eins verlassen können, das was du schriftlich vereinbarst.“ Zur Erinnerung: Im vergangenen Winter hatte der BVB-Boss noch klar dazu Stellung bezogen, dass es „so eine Vereinbarung“ für den Sommer 2021 nicht gebe.

Dass man in Dortmund nach Erfahrungen der Vergangenheit grundsätzlich keine Ausstiegsklauseln mehr gewährt, revidierte Watzke: „Das ist dem Prozess des Lebens geschuldet, dass man sich nach neun Jahren neu definiert.“

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