Köln-Umbruch: Aus 37 mach 26

Der 1. FC Köln steht im Sommer vor einer großen Herausforderung. 37 Spieler werden dem Kader zum Saisonstart angehören. Vor allem mit Blick auf die Corona-Pandemie winkt eine wahre Mammutaufgabe.

Kölns Sportchef Horst Heldt
Kölns Sportchef Horst Heldt ©Maxppp

Der 1. FC Köln hat den Klassenerhalt mittlerweile gesichert. Nach der zwischenzeitlichen Erfolgsserie in den Wintermonaten traten die Verantwortlichen früh auf die Euphoriebremse – zurecht. Am Ende steht eine wahre Achterbahn-Saison, aus der sich nur ableiten lässt, dass der FC auch in der kommenden Spielzeit den Klassenerhalt als Ziel ausrufen wird.

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Dies ist insbesondere deshalb unabdingbar, weil den Rheinländern in diesem Sommer ein großer Umbruch bevorsteht. Es gibt keine auslaufenden Verträge, zudem kehren zehn Spieler Stand jetzt von ihren Leihvereinen zurück. Das Transferbudget ist außerdem nicht sonderlich groß. „Die Leitplanken sind eng. Deswegen wird es spannend“, sagt Geschäftsführer Horst Heldt.

XXL-Kader

Selbst nach dem Abgang von Birger Verstraete (26) zu Royal Antwerpen und dem Karriereende von Thomas Kessler (34) werden zu Saisonbeginn noch 37 Profis im Kader stehen. „Es gibt viel zu tun und wir müssen einige Entscheidungen treffen. Da geht es ans Eingemachte“, erklärt Heldt. Ziel ist, dass zum Ende des Transfermarkts möglichst nicht mehr als 26 Feldspieler noch da sind.

Nach Informationen der ‚Bild‘ sollen von den zehn zurückkehrenden Leihspielern lediglich zwei bleiben. Frederik Sörensen (28) ist als Ersatz für Toni Leistner (29) eingeplant, der nach seiner halbjährigen Leihe zu den Queens Park Rangers zurückkehren wird. Auch Eigengewächs Salih Özcan (22) soll nach seiner Leihe zu Holstein Kiel eine neue Chance erhalten.

Bleiben die Leistungsträger?

Jorge Meré (23), Niklas Hauptmann (23) und Kingsley Schindler (26) könnten demzufolge verkauft werden, um das Transferbudget aufzubessern. Auch den verletzungsanfälligen Spielern wie Christian Clemens (28) und Marcel Risse (30) würde man keine Steine in den Weg legen. Ebenso könnten Marco Höger (30), Benno Schmitz (25) und Simon Terodde (32) den Verein verlassen, wenn adäquate Angebote eintrudeln und ein Wechselwunsch besteht.

Diese doch recht einschneidenden Maßnahmen sind zwingend nötig, wenn auch in der kommenden Saison die beiden Leistungsträger Mark Uth (29) und Jhon Córdoba (27) im Rhein-Energie Stadion auflaufen sollen. Man darf aber gespannt sein, ob es Heldt gelingt, insgesamt elf Abnehmer für die FC-Profis zu finden.

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