Uli Hoeneß hat das Vorgehen des FC Bayern im Zuge der Verpflichtung von Niko Kovac energisch verteidigt. Im Anschluss an den 5:1-Erfolg gegen Borussia Mönchengladbach am gestrigen Samstagabend trat der Präsident zusammen mit Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge vor die Presse.

Hoeneß polterte über die Bobic-Aussagen: „Das fand ich unverschämt. Wir haben uns sehr professionell verhalten. Denn wir haben eine Lücke im Vertrag von Niko Kovac genutzt, den doch nicht wir gemacht haben.“

Den Vorwurf, die Bayern hätten den perfekten Kovac-Wechsel der Presse gesteckt, bezeichnete Hoeneß als „Schweinerei. Wir haben nicht die Presse informiert, Springer (der Verlag von ‚Bild‘ und ‚Sport Bild‘, Anm. d. Red) hilft uns selten. Wir haben nichts dazu beigetragen, dass die Sache an die Öffentlichkeit kam. Was hätten wir auch davon“?

Kein Fehler beim FCB?

Der Patriarch weiter: „Wir hätten es auch nach der Saison sagen können, aber wir haben uns bewusst entschieden, es (den Frankfurtern, Anm. d. Red) so früh wie möglich zu sagen. Hätten wir es in vier Wochen gesagt, hätten wir Ruhe und Frankfurt den Ärger.“ Auch aus Sicht von Rummenigge „haben wir uns überhaupt nichts vorzuwerfen“. Der Vorstandsboss erläutert: „Wir waren fair, seriös und sauber. Die ganze Geschichte ist am Donnerstag an einem Tag abgelaufen.“

Im Sommer übernimmt der 46-jährige Kovac, der bislang zwei Jahre lang erfolgreich die Eintracht coachte, den FC Bayern. Dort tritt er die Nachfolge von Jupp Heynckes an, der seine Karriere endgültig beenden wird. Kovac erhält beim FCB einen Dreijahresvertrag. Es ist sein erstes Trainer-Engagement bei einem europäischen Topklub.