Nach einem geschenkten Jahr beim FC Fulham, das mit dem Abstieg der Londoner endete, wollte André Schürrle eigentlich bei Borussia Dortmund wieder Fuß fassen. Doch die Westfalen teilten ihm mit, dass nicht länger mit ihm geplant wird.

Für den Weltmeister von 2014 kam das durchaus überraschend. „Die Situation ist natürlich nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe. Mein Berater und ich haben viele Gespräche mit Borussia Dortmund darüber geführt, was das Beste für den Verein und für mich ist“, so Schürrle im Interview mit ‚Sky‘, „ich saß eigentlich schon auf gepackten Koffern auf dem Weg nach Dortmund. Dann kam der Anruf mit dem Hinweis, dass Dortmund das nicht wollte, weil ohnehin schon sehr viele Spieler da sind.“

So läuft halt das Geschäft

Einen Groll gegenüber den BVB-Verantwortlichen hegt der 28-Jährige deshalb aber nicht: „Das hat sicher nichts mit Mangel an Respekt zu tun – so läuft halt das Geschäft. Da muss man auch versuchen, alle Seiten zu verstehen. Lucien Favre will mit dem Kader trainieren, den er für die Saison einplant. Und der BVB will halt nicht, dass Chaos entsteht. Klar ist aber auch, dass ich Mannschaftstraining brauche.“ Derzeit hält sich Schürrle mit einem persönlichen Trainer fit.

Bei welchem Verein er schlussendlich landen wird, weiß der Offensivspieler noch nicht. „Es gab immer mal wieder Gespräche. Aber noch nichts, was so konkret war, dass wir uns ernsthaft damit auseinandersetzen konnten. Das wichtigste in dieser Situation ist Geduld – das habe ich gelernt“, so Schürrle.

Warten auf das richtige Angebot

Seine Entscheidung wird wohlüberlegt sein: „Auf dem Transfermarkt ist bislang noch nicht so viel los – alles, was kommt, werde ich sorgsam abwägen. Ich bin nicht bereit, überall in der Weltgeschichte unterwegs zu sein. Deshalb warte ich auf das richtige Angebot. Und das wird auch kommen – davon bin ich überzeugt.“

Auch eine Rückkehr nach England ist für den 28-Jährigen vorstellbar. „Ich habe in England ein gutes Standing, die Leute mögen mich dort. Deshalb ist die Premier League natürlich auch jetzt eine Option für mich. Am Ende muss aber alles passen. Ich bin ja jetzt Familienvater, da setzt man sich natürlich nochmal ein bisschen anders mit der Vereinsauswahl auseinander, als wenn es nur um mich allein ginge“, erklärt Schürrle und fasst zusammen: „Am Ende sollen alle Beteiligten zufrieden sein.“