Beim FC Bayern befasst man sich langsam aber sicher mit der Ära nach Manuel Neuer. Da würde es durchaus gut ins Bild passen, wenn auch der Nachfolger vom FC Schalke 04 nach München kommen würde. Alexander Nübel steht hoch im Kurs, doch der 22-Jährige lässt sich vorerst keine konkreten Aussagen bezüglich seiner Zukunft entlocken.

Wie gesagt, ich lese nicht alles durch. Darum weiß ich gar nicht, welche großen Vereine alle genannt werden. Ich habe echt genug Abstand zu dem ganzen Business und bin froh, wenn ich daheim bin und nicht über Fußball nachdenken muss“, sagt Nübel im Interview mit der ‚tz‘.

Bis 2020 ist der frühere Paderborner noch an Schalke gebunden. Dort bastelt man unter Hochdruck an einer Verlängerung – bislang allerdings erfolglos. „Eine offene Zukunft habe ich ja nicht, ich habe noch ein Jahr Vertrag auf Schalke“, erklärt Nübel, der ein Stück weit enttäuscht davon ist, dass Königsblau die Gespräche erst forciert, seitdem der Keeper den Stammplatz von Ralf Fährmann übernommen hat.

Konzentration auf die EM

Vorerst legt Nübel den Fokus auf die anstehende U21-EM. „Ich hatte nie einen Karriereplan. Ich habe mich damals gefreut, als ich nach Schalke wechseln konnte, zu einem riesigen Verein. Jetzt freue ich mich auf das Turnier und hoffe, dass ich spiele“, so Nübel, „dann schaue ich, was passiert. Aber klar: Ein großes Ziel ist die A-Nationalmannschaft. Über alles andere mache ich mir wenig Gedanken.“

Klar ist: Die von Clemens Tönnies bemühte Schalke-Romantik lässt Nübel weitestgehend kalt. Schon vor Wochen betonte der reaktionsschnelle Torhüter: „Ich habe zum gesamten Fußball-Business einen gesunden und notwendigen Abstand. Darum kann ich auch mit vermeintlichem Personenkult wenig anfangen. Ich weiß, was Herr Tönnies meint, aber Fußball ist und bleibt für mich immer noch ein Teamsport.“

Nübels Zukunft bleibt also vorerst weiter offen. Ob er dann nach der Sommerpause ins finale Vertragsjahr auf Schalke starten wird, steht in den Sternen. Zu schmerzhaft war die Erfahrung bei Spielern wie Leon Goretzka, Max Meyer oder auch Sead Kolasinac, die allesamt ablösefrei das Weite suchten.