Die Enttäuschung über seinen geplatzten Wechsel hat Pierre-Emerick Aubameyang inzwischen überwunden. „Es gab im Sommer ein Zeitfenster, in dem ich hätte wechseln dürfen. Das hatten wir gemeinsam in aller Offenheit verabredet, weil ich mir vorstellen konnte, noch einmal etwas anderes zu machen. Aber es ist letztlich eben nicht passiert“, berichtet der Torjäger gegenüber der ‚Sport Bild‘.

Mit Groll zurückblicken will Aubameyang deswegen nicht: „Ich habe mich in Dortmund, in der Mannschaft und beim BVB immer sehr wohlgefühlt. Das gilt natürlich auch heute. Der BVB ist meine Familie.“

Was passiert im kommenden Sommer?

Der ausgeprägte Wohlfühlfaktor bedeutet im Umkehrschluss allerdings nicht, dass der Gabuner sämtliche Wechselambitionen über Bord geworfen hat. Im kommenden Sommer ist Aubameyang 29 Jahre alt. Die Chance, noch einmal für einen absoluten europäischen Topklub aufzulaufen, schwindet immer mehr. Das weiß man auch in der Vereinsführung beim BVB.

Dennoch bemüht sich Michael Zorc, die Spekulationen um die Zukunft des Topstars so weit wie möglich einzudämmen. „Es gab eine Vereinbarung für diesen Sommer. Das heißt nicht, dass es die auch im nächsten Sommer gibt“, so der BVB-Manager.

Hinter vorgehaltener Hand wird allerdings schon jetzt darüber spekuliert, dass die Dortmunder dem extrovertierten Sprinter erneut konkrete Voraussetzungen nennen werden, unter denen er den Verein im Sommer verlassen dürfte. Ob dann bei adäquatem Angebot ein Wechsel vollzogen würde, liegt schlussendlich an Aubameyang, dessen Liebesbekundungen in Richtung Schwarz-Gelb alles andere als Lippenbekenntnis sind.

Vorbild Ribéry?

Zorc hofft derweil auf ein ähnliches Szenario wie bei FCB-Star Franck Ribéry, der einst auf einen Abschied gedrängt hatte, doch mittlerweile fast zum Ur-Bayern mutiert ist. Aubameyang präsentiere sich „bei uns seitdem jeden Tag absolut professionell und hat inzwischen auch oft genug betont, dass er sich hier wohlfühlt. Und was dabei gerne vergessen wird: Er hat sich hier in Dortmund ein Haus gekauft. Wir sind sehr froh, dass er geblieben ist. Auba hat eine eingebaute Torgarantie – von diesen Spielern gibt es nicht viele.“

Bis 2020 ist Aubameyang noch an die Borussia gebunden. Mit Blick auf den Vertrag, der keine Ausstiegsklausel enthält, stehen Zorc und Co. somit auch nach dieser Saison nicht unter Druck.