Der FC Bayern befindet sich im Rennen um Anthony Martial von Manchester United offenbar in der Favoritenrolle. Die ‚Gazzetta dello Sport‘ berichtet, dass nach aktuellem Stand das ebenfalls interessierte Juventus Turin das Nachsehen hätte. Erst am gestrigen Montag hatte das Portal ‚Calciomercato.com‘ den Linksaußen lose mit den Münchnern in Verbindung gebracht.

Martial ist lediglich noch bis 2019 an die Red Devils gebunden. Seit der Winter-Verpflichtung von Alexis Sánchez kommt der Franzose nur unregelmäßig zum Zug. Eine Verlängerung steht für den 22-Jährigen derzeit nicht zur Debatte. Juve soll Martial bereits vor Wochen intern zum Transferziel Nummer eins erklärt haben. Als Ablöse bringt die ‚Gazzetta dello Sport‘ „50 Millionen Euro aufwärts“ ins Spiel.

Was wird aus Can?

Anders gestaltet sich die Lage bei Emre Can. Dessen Vertrag beim FC Liverpool läuft am Saisonende aus, Juve wirbt seit Monaten um den Mittelfeldspieler. Doch Can passt als ablösefreier deutscher Nationalspieler, der zudem Stallgeruch mitbringt, auch ins Raster des FCB. Offenbar sind die Bayern Juves letzter verbliebener Konkurrent im Rennen um den 24-Jährigen.

Durch die Verpflichtung von Leon Goretzka ist man an der Säbener Straße allerdings schon jetzt überbesetzt im Mittelfeld. Can wäre zwar ein Schnäppchen, gleichzeitig ein potenzieller Unruheherd. Auch wenn der gebürtige Frankfurter, der beim FCB ausgebildet wurde, den Konkurrenzkampf dem Bericht zufolge nicht scheuen würde.

FT-Meinung: Aus wirtschaftlicher Sicht wäre es unklug von den Bayern, sich nicht um den ablösefreien Can zu bemühen. Allerdings müsste dann wohl mindestens ein Mittelfeldspieler aus dem aktuellen Kader weichen. Martial könnte indes als Nachfolger für Franck Ribéry aufgebaut werden. Zudem kann der 22-Jährige auch im Sturmzentrum auflaufen. Doch auch er müsste in München um Einsatzminuten kämpfen.