Warum sollte ich das stärkste Team in der nächsten Runde wollen? Ich bin nicht so blöd“, hoffte Jürgen Klopp nach dem Viertelfinaleinzug mit dem FC Liverpool, dass die heutige Auslosung ihm nicht Borussia Dortmund bescheren würde. Nun bekommt er es aber doch mit seiner früheren Liebe zu tun, die derzeit auf einer Welle der Euphorie schwimmt und sportlich Woche für Woche in neue Sphären vorstößt. Hinter den Kulissen läuft derweil die Planung des Sommertransfermarkts. Für den Sturm ist ein Torjäger im Visier, den bereits ‚Kloppo‘ in den Signal-Iduna-Park lotsen wollte.

Nach Informationen der ‚L’Équipe‘ haben sich für das heutige Ligue 1-Spiel zwischen Olympique Marseille und Stade Rennes Spielerbeobachter des BVB angekündigt. Im Fokus steht laut der französischen Sporttageszeitung erneut Topstürmer Michy Batshuayi. Neben Scouts der Borussia werden aber auch Mitarbeiter des VfL Wolfsburg, des FC Arsenal sowie von Tottenham Hotspur und Atlético Madrid im Stade Vélodrome erwartet, die den Belgier ebenfalls unter die Lupe nehmen wollen.

Batshuayi stand bereits vor zwei Wochen unter schwarz-gelber Beobachtung. Beim 1:1-Unentschieden gegen den FC Toulouse wurde neben dem OM-Topstürmer auch der Youngster Georges-Kevin N’Koudou eingehend gescoutet.

Wechsel trotz Vertragsverlängerung nicht unwahrscheinlich

Der 22-jährige Mittelstürmer spielt seine beste Saison bei OM. Nach zehn Toren in der Vorsaison stehen in dieser Spielzeit bereits 18 Treffer sowie neun Vorlagen zu Buche. Batshuayi verlängerte erst Anfang dieses Jahres seinen Kontrakt bei den Südfranzosen. Ein Verbleib über den Sommer hinaus gilt in Frankreich dennoch nicht als gesichert.

FT-Meinung: Dass sich die Borussia mit der Verpflichtung des zweifachen belgischen Nationalspielers beschäftigt, ist absolut denkbar. Bevor sich der Angreifer 2014 zu einem Wechsel von Standard Lüttich nach Frankreich entschied, wurde er mehrfach mit dem Bundesligazweiten in Verbindung gebracht. Im Signal-Iduna-Park könnte er der gesuchte zweite Stürmer hinter Pierre-Emerick Aubameyang sein, sollte Adrián Ramos die Westfalen nach zwei eher unglücklichen Jahren verlassen. Batshuayi wäre dabei ein Mann, der auf Sicht das Potenzial hat, auch Druck auf den unumstrittenen Topstürmer aufzubauen.