Für 13 Millionen Euro Ablöse wechselte Rafael van der Vaart am letzten Tag der Transferperiode von den Tottenham Hotspurs zum Hamburger SV. Der 29-jährige Niederländer soll dem Mittelfeld der Hanseaten nicht nur mehr Kreativität verleihen, sondern den Verein aus seiner sportlich prekären Lage retten. Mit zwei Niederlagen aus zwei Bundesligaspielen rangieren die Rothosen im Tabellenkeller.

Um van der Vaart zu holen, habe man an der Elbe alles auf eine Karte gesetzt. „Ich gebe zu, dass wir beim HSV damit ein kalkuliertes Risiko eingehen“, erklärt HSV-Boss Carl-Edgar Jarchow im Gespräch mit dem ‚kicker‘, „die Alternative wäre gewesen, sportlich das große Risiko einzugehen, eventuell die Liga nicht halten zu können. Das könnte noch teurer kommen.

Beim HSV setzt man vor allem darauf, dass der Transfer von van der Vaart Aufbruchstimmung verbreitet. „Dieser Spieler ist jemand, bei dem ganz besondere Umstände greifen. Er hat eine unglaubliche Wirkung hier in Hamburg“, sagt Jarchow über den Nationalspieler, „Rafael van der Vaart kann dazu beitragen, dass die Stimmung kippt, er kann durch seine Mentalität auch für einen Umschwung in der Mannschaft sorgen.