André Schürrle und Lars Bender – die Nationalspieler von Bayer Leverkusen sind auf dem sommerlichen Transfermarkt äußerst begehrt, werden aber trotz winkender Millioneneinnahmen nicht verkauft. „Beide Transfers hätten sportlich keinen Sinn gemacht, weil uns die Alternativen fehlten“, begründete Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser die Entscheidung. Dabei waren beide Akteure dem Vernehmen nach gar nicht abgeneigt, das Abenteuer bei einem anderen Klub zu suchen.

Ganz anders ist die Sachlage bei Stefan Kießling. Trotz der Annäherungsversuche von Trabzonspor bleibt der Torjäger bei Bayer – und zwar aus eigenem Willen. „Ich bitte meinen Berater, das alles abzusagen“, stellt der 28-Jährige im ‚kicker‘ klar, dass ein Vereinswechsel für ihn grundsätzlich nicht infrage kommt.

Wohl auch zukünftig nicht, wie Kießling verrät. „Ich kann mir gut vorstellen, hier alt zu werden“, sagt der ehemalige Nürnberger, der allerdings einschränkt: „Das Paket muss stimmen.“ Dabei gehe es nicht ausschließlich um finanzielle Aspekte, sondern insbesondere um die sportliche Perspektive: „Ich würde mich sicher nicht ein Jahr auf die Bank setzen.“

Kießling Kontrakt bei Bayer läuft noch bis 2015. Bislang hat er 186 Bundesligaspiele für den Werksklub absolviert. Es sollen noch deutlich mehr werden, wenn es nach dem sechsfachen Nationalspieler geht.