Zwischenzeitlich wusste man beim SV Werder Bremen nicht so genau, was man denn jetzt mit Ishak Belfodil anfangen soll. Das Rätsel hat Trainer Florian Kohfeld inzwischen gelöst: Es geht darum, den physisch sehr starken und fußballerisch mitunter anarchischen Rechtsfuß in viele direkte Duelle zu schicken, ohne ihn ausschließlich mit dem Rücken zum Tor agieren zu lassen. Ein echter Neuner ist Belfodil nicht, das hatte er bereits zu Beginn unmissverständlich zum Ausdruck gebracht.

Inzwischen hat sich der 26-Jährige trotz seiner schwachen Trefferquote zu einem wichtigen Faktor im Bremer Kader gemausert. Doch plötzlich macht das Gerücht die Runde, dass Belfodil den SV Werder noch im Februar verlassen könnte. Die belgische Tageszeitung ‚Le Soir‘ berichtet über das Interesse des chinesischen Vizemeisters Beijing Renhe, Belfodil auszuleihen. Dies würde voraussetzen, dass Standard Lüttich seine Leihe nach Bremen vorzeitig abbricht. Im Reich der Mitte ist das Transferfenster noch bis Ende Februar geöffnet.

Der wuchtige Angreifer selbst sagte zuletzt über seine Pläne: „Fragen zu meiner Zukunft stelle ich mir nur hinsichtlich des nächsten Spiels. Wir wollen den Klassenerhalt und haben noch einige Monate vor uns. Es ist nicht der richtige Moment, sich mit meiner persönlichen Situation auseinanderzusetzen.“

UnwahrscheinlichFT-Meinung: Bremen dürfte eigentlich kein Interesse daran haben, Belfodil vor dem Sommer abzugeben. Und unter normalen Umständen kann Lüttich nicht über die Köpfe der Grün-Weißen hinweg entscheiden. Insofern wäre ein vorzeitiger Abschied eine faustdicke Überraschung.