Noch vor einem Jahr war Henrikh Mkhitaryan als Fehleinkauf verschrien. Der Rekordeinkauf von Borussia Dortmund kam 2013 für 27,5 Millionen Euro Shakhtar Donetsk. So richtig zurückzahlen kann der Armenier die Investition aber erst in der laufenden Saison. Fünf Tore und sieben Vorlagen standen nach der vergangenen Saison zu Buche. In der laufenden Spielzeit ist der Offensivspieler mit sage und schreibe 42 Torbeteiligungen der gefährlichste Scorer Deutschlands.

Selbstredend will der BVB den 2017 auslaufenden Vertrag schleunigst verlängern. Die Chancen darauf stehen gut. „Ich fühle mich in der Stadt, im Verein, im Team total wohl, und mit dem BVB befinden wir uns in vertrauensvollen Gesprächen“, verrät der Kapitän der armenischen Nationalmannschaft im ‚Sport Bild‘-Interview, „Borussia ist ein wunderbarer Klub. Ambitioniert, erfolgshungrig, familiär, mit einzigartigen Fans. Alles andere sollten wir noch abwarten.

Seine Entscheidung hängt dabei nicht von den anderen Leistungsträgern wie Hummels, Gündogan oder Schmelzer ab. „Natürlich sind das Wahnsinnsspieler, aber ich mache meine Entscheidungen grundsätzlich nicht von Entscheidungen anderer abhängig“, so Mkhitaryan, der bei seinem immer weiter steigenden Marktwert völlig gelassen bleibt: „Vielleicht 35 Millionen? 40? Ich habe echt keine Ahnung. Und als Mensch ist mir das ehrlich gesagt auch überhaupt nicht wichtig.

Der 27-Jährige blüht in dieser Saison auf und scheint sich mit Trainer Thomas Tuchel hervorragend zu verstehen. Eine baldige Vertragsverlängerung wäre daher keine allzu große Überraschung. Die größeren Wackelkandidaten bleiben Taktgeber Gündogan sowie Kapitän Hummels.