Für Patrick Ochs war die abgelaufene Saison eine krasse Enttäuschung. Im Prinzip saß der Neuzugang des letzten Sommers ein Jahr lang nur auf der Bank des VfL Wolfsburg. In lediglich 13 Ligaspielen vertraute Trainer Felix Magath dem vielseitigen Rechtsaußen.

Dennoch entschied sich der ehemalige Frankfurter, für den die ‚Wölfe‘ immerhin drei Millionen Euro Ablöse bezahlt haben, im Winter gegen einen Wechsel. Unter anderem war Schalke 04 interessiert, Ochs war ein Kandidat für die Nachfolge von Jefferson Farfán, der die ‚Knappen‘ letztlich doch nicht verlassen hat. Möglicherweise ist Hannover 96 der späte Nutznießer dieser Konstellation.

Ochs ist ein Thema in der Landeshaupstadt, berichten ‚kicker‘ und ‚Wolfsburger Allgemeine Zeitung‘ übereinstimmend. Demnach würde Magath dem 27-Jährigen keine Steine in den Weg legen – sofern die Ablöse stimmt. Der Meistertrainer ist nicht bekannt dafür, aussortierte Spieler für wenig Geld ziehen zu lassen. Ein Umstand, der Hannover noch Kopfzerbrechen bereiten könnte. Schließlich sind die Niedersachsen trotz Einnahmen aus dem internationalen Geschäft darauf erpicht, die Ausgaben im Rahmen zu halten.

Noch ist das Thema jedoch nicht akut. „Wir werden uns sicher Gedanken machen, was nicht gut gelaufen ist, und das eine oder andere Gespräch in Wolfsburg führen“, sagt Ochs-Bera­ter Jörg Neubauer im ‚kicker‘, „aber erst danach würden wir uns möglicherweise Gedanken machen.“ Ochs steht noch bis 2015 bei den ‚Wölfen‘ unter Vertrag. Laut ‚Wolfsburger Allgemeine Zeitung‘ hat Magath mit Roberto Rosales (Twente Enschede) schon einen Nachfolger im Visier, der Ochs zumindest defensiv ersetzen könnte. Demnach kostet der Rechtsverteidiger 2,8 Millionen Euro Ablöse.