18 Pflichtspiele in Folge, davon 17 über 90 Minuten – Alphonso Davies ist Stammspieler beim FC Bayern. Was noch vor der Saison utopisch schien – sogar Zweifel an seiner generellen Klasse sollen sich an der Säbener Straße breitgemacht haben – ist nun Realität.

Allerdings wirbelt Davies nicht auf der ursprünglich angedachten Position als Außenstürmer, sondern begeistert als Linksverteidiger. Gelegentliche Stellungsfehler macht der Teenager mit seiner wahnwitzigen Geschwindigkeit wett. Im Wesentlichen agiert Davies aber sehr diszipliniert und abgeklärt, ohne die Offensive zu vernachlässigen.

Bester Linksverteidiger der Liga

Im Bundesliga-Ranking hat der Kanadier seine Kontrahenten aus den anderen Klubs in Windeseile überholt. Generell scheint der Entwicklung des Youngsters keine Grenze gesetzt. Körperlich bringt er ohnehin beste Voraussetzungen mit, dazu ist Davies lernwillig und auch damit einverstanden, bis auf weiteres fernab seiner eigentlichen Wunschposition eingesetzt zu werden.

Im starbesetzten Bayern-Kader hat er zudem längst einen vollwertigen Platz inne. „Er ist innerhalb des Teams sehr präsent, mündig, überall gerne gesehen“, sagte Kapitän Manuel Neuer vor wenigen Tagen erst über Davies, „man unterhält sich einfach gerne mit ihm.“

Zehn Millionen Euro hatten die Bayern im Januar 2019 an die Vancouver Whitecaps bezahlt. Damals war es eine Investition in die Zukunft – mit der Ungewissheit, ob Davies den Sprung aus der MLS in die Bundesliga schaffen würde. Alle Zweifler sind nun verstimmt. Und man darf beinahe sicher sein: Das Ende der Fahnenstange hat Davies (als Linksverteidiger) noch gar nicht erreicht.