Obwohl man trotz einer absolvierten Partie mehr in der Meisterschaft fünf Punkte hinter Real Madrid liegt, herrscht Besonnenheit beim FC Barcelona vor. Wie schon in den Vorjahren sollen im Winter nur dann Neuzugänge kommen, wenn andere Spieler ihre Koffer packen. Eine solche Neubesetzung könnte es rechts hinten in der Viererkette geben, wo der gelernte Mittelfeldspieler Sergi Roberto mehr oder weniger konkurrenzlos ist.

Aleix Vidal hat zwar beispielsweise in der Champions League gegen Borussia Mönchengladbach gezeigt, dass er durchaus eine Alternative wäre. Trainer Luis Enrique beruft den Spanier aber praktisch nur dann in den Kader, wenn es sich nicht vermeiden lässt. Flattert in den nächsten knapp drei Wochen ein gutes Angebot für Vidal ein, steht einer Trennung nichts im Weg. Die von Barça ursprünglich aufgerufene Ablöse von 17 Millionen Euro schreckt bislang aber noch alle Interessenten ab.

Einen grundsätzlichen Mangel an Bewerbern gibt es nicht. Bei Vidal haben schon etliche Klubs angefragt. Unter ihnen Olympique Marseille, Inter Mailand, der AC Milan, der SSC Neapel, der FC Valencia, AFC Sunderland, der FC Granada und Galatasaray. Denkbar auch, dass Barcelona am Ende einer Leihe zustimmt. Vor allem dann, wenn ein anderer Rechtsverteidiger den Weg ins Camp Nou findet.

Die Rede ist von Darijo Srna. Mit dem kroatischen Routinier von Shakhtar Donetsk laufen schon seit Wochen Gespräche. Aktuell liegt der Ball beim 34-Jährigen, der in Katalonien wohl Abstriche beim Gehalt machen müsste. Die Personalie João Cancelo wird dagegen erst im Sommer richtig heiß. Mit dem Portugiesen vom FC Valencia ist man sich dem Vernehmen nach bezüglich eines Wechsels zur kommenden Saison bereits einig.

Neben der Rechtsverteidigerposition sieht man bei Barça wenig Bedarf für Veränderungen. Zwar werden immer wieder Spieler mit anderen Klubs in Verbindung gebracht – zuletzt waren dies Arda Turan und Ivan Rakitic – doch sehen die Planungen statt Verkäufen eher vor, die Leistungsträger an Bord zu halten. Nach Sergio Busquets, Javier Mascherano und Luis Suárez sollen als nächstes Leo Messi, Rakitic und Marc-André ter Stegen ihre Arbeitsverträge verlängern.