Lukaku geht, Mandzukic kommt

Wende im Poker um Romelu Lukaku. Der ‚Corriere dello Sport‘ titelt zumindest, dass es den belgischen Sturmbüffel jetzt doch zu Inter Mailand zieht. Für 80 Millionen Euro. Zuletzt schien es, dass Juventus Turin das Rennen macht. Denn die Alte Dame hatte ein Ass namens Paulo Dybala im Transferärmel. Der Argentinier sollte im Tausch zu den Red Devils wechseln. Das Problem: Dybala hatte überhaupt keine Lust darauf und versuchte alles, um United mit „riesigen Gehaltsvorstellungen und exorbitanten Beraterhonorare“ (‚Daily Mail‘) abzuschrecken. Mission erfüllt.

Mission accomplished heißt es bald offenbar in Manchester. Laut der ‚Daily Mail‘ ist sich Mario Mandzukic mit Manchester United über einen Dreijahresvertrag einig. Rund 6,8 Millionen Euro soll der Kroate jährlich einstreichen und den Platz von Lukaku einnehmen. Die Zeitung spricht von einer Ablöse in Höhe von 16 Millionen Euro, bringt aber auch einen Tausch zwischen Mandzukic und Lukaku ins Gespräch. Der Belgier könnte laut der ‚Daily Mail‘ nach wie vor zu Juve wechseln. Da hat wohl jemand den ‚Corriere dello Sport‘ nicht gelesen.

Und noch ein Pogba-Deal

Die ‚Tuttosport‘ offenbar auch nicht. Denn auch laut der italienischen Sportzeitung plant Juventus zwar ein Tauschgeschäft mit United – aber nicht für Lukaku, sondern für Paul Pogba. Immerhin soll auch hier Mario Mandzukic in den Deal eingebunden werden. So wie Blaise Matuidi, so weit so gut. Allerdings wirft die ‚Tuttosport‘ auch den Namen Paulo Dybala in die Runde, der hat aber ja bekanntlich gar keine Lust auf Manchester. Aus dem spektakulären Tauschdeal wird also wohl nichts. Schade.

Hungertuch aus Seide

Ebenso kurios, aber weniger verwirrend geht es bei Pep Guardiola und Manchester City zu. Die Skyblues haben am gestrigen Sonntag mit dem Community Shield den ersten Titel der Saison eingefahren. Nach dem 5:4-Sieg (n.E.) gegen den FC Liverpool stand Guardiola der Presse Rede und Antwort. So weit so gut. Für Aufsehen sorgten Aussagen über Harry Maguire, an dem City dran war, der nun aber zu United wechselt: „Wir waren interessiert, aber wir konnten ihn nicht bezahlen. United schon.“ City, das vielleicht an katarischen Seidenschals, aber nicht an Hungertüchern nagt, fing sich sofort den Spott des Boulevards ein. „Armer Pep“, bringt es der ‚Daily Star‘ auf den Punkt.