Da der 1. FC Köln ohne ihn plante, ging Frederic Ananou vergangenen Sommer den Weg über die Niederlande. Ein Jahr steht der deutsche U20-Nationalspieler inzwischen bei Roda Kerkrade unter Vertrag. Auf Anhieb schaffte es der Youngster beim Eredivisie-Klub an der deutschen Grenze in die Startelf.

Entsprechend zufrieden ist der smarte Innenverteidiger mit seiner Entwicklung, denn genau das hatte sich Ananou erhofft. Einen Abschied schon diesen Sommer plant er nicht, wie er im Gespräch mit FT erklärt: „Ich bin vor einer Woche mit Roda schon in die Vorbereitung gestartet. Das Training ist sehr intensiv und es sieht so aus, dass ich bei Roda bleibe.“

Der 19-Jährige begründet seinen Entschluss: „Weil es für mich in meinen jungen Jahren keinen Sinn macht, werde ich wahrscheinlich nicht den Verein wechseln. Ich habe die vergangene Saison als Stammspieler absolviert, worüber ich mich natürlich gefreut habe.“

Bundesliga als Ziel

Ananou deutet aber an, dass es durchaus schon Interesse gibt: „Ich glaube, dass ein Schritt woanders hin mit 19 Jahren noch zu früh ist. Das ist natürlich möglich, aber für mich ist wichtig, dass ich spiele – und die Chance, mich weiterzuentwickeln, gibt mir Roda. Erfahrung zu sammeln, ist für mich prioritär und das will ich auch nächstes Jahr noch mitnehmen. Was dann passiert, schauen wir mal.“

Der Vertrag des Juniorennationalspielers ist noch bis 2018 datiert. Die Niederländer verfügen über eine Option, diesen um ein Jahr zu verlängern. Schon vor seinem Wechsel zu Roda hatte es Anfragen von deutschen Klubs gegeben, bei denen Ananou aber zunächst den Umweg über die zweite Mannschaft hätte gehen müssen.

Deshalb konzentriert sich der Youngster aus der FC-Schule vorerst voll auf seine Aufgabe in Kerkrade. Mit konstant überzeugenden Leistungen in der Eredivisie will er sich ins Blickfeld der Bundes- und Zweitligisten spielen. Kommenden Sommer könnte dann die Zeit reif sein – und Ananou nach Deutschland zurückkehren.