Gerry Ehrmann hat harsche Kritik an seinem ehemaligen Schützling Julian Pollersbeck geübt. Gegenüber ‚Sport1‘ sagt der Torwarttrainer des 1. FC Kaiserslautern: „Ich habe kein Mitleid mit Julian, weil ich ihn kenne. Er denkt, er habe es nicht nötig. Er ist zu bequem und hat sehr wenig Eigenantrieb. Julian fehlt es an Selbstkritik. Du musst ihn zu seinem Glück zwingen.“ Zu Saisonbeginn war Pollersbeck von den Roten Teufeln zum HSV gewechselt. Dort ist er mittlerweile sogar nur noch die Nummer drei hinter Christian Mathenia und Tom Mickel.

Geht es nach Ehrmann, droht der U21-Europameister zu einem 3,5-Millionen-Euro-Flop zu werden. „Ich habe gehört, dass er in Hamburg um die Häuser ziehen soll“, fährt der 58-Jährige fort, „wenn das bei mir passiert wäre, dann hätte er am nächsten Tag so trainiert, dass er dafür zu müde gewesen wäre. Er ist nicht grundlos dritter Torwart beim HSV, da kommt Hochmut vor dem Fall.“ Und weiter: „Wenn Julian richtig hart trainiert, dann ist das alles in Ordnung, von der Körpergröße her und fußballerisch. Aber man muss ihm zweimal die Woche den Arsch aufreißen, weil er von sich aus nichts macht. Ich habe dafür kein Verständnis.“ Ehrmann bildete im Laufe seiner Trainerkarriere schon die späteren Nationaltorhüter Tim Wiese, Roman Weidenfeller und Kevin Trapp aus. Auch Florian Fromlowitz, Tobias Sippel und Marius Müller stammen aus seiner Schule.