Niklas Süle gilt als eines der vielversprechendsten Innenverteidiger-Talente im deutschen Fußball. Dementsprechend genau wird die Entwicklung des 21-Jährigen von der europäischen Elite verfolgt. Während sich das Interesse der meisten Klubs in Form von intensivem Scouting ausdrückt, prescht der FC Chelsea im kommenden Winter wohl erneut vor und wird der TSG Hoffenheim ein Angebot vorlegen. Die ‚Daily Mail‘ berichtet, dass die Londoner bereit sind, ihr Sommerangebot in Höhe von 24 Millionen Euro auf die von der TSG angeblich geforderten 36 Millionen Euro aufzustocken.

Zum Interesse am 1,95-Mann passen seine jüngsten Aussagen, in der er seine Premier League-Ambitionen untermauerte. Mit seiner Art zu verteidigen erscheint Süle prädestiniert für Englands Eliteklasse. Der Silber-Medaillen-Gewinner ist groß gewachsen, körperlich extrem robust, kompromisslos im Zweikampf, schnell und verfügt beidfüßig über die nötige spielerische Klasse. Auch Chelseas Technischer Direktor Michael Emenalo und seine Scoutingabteilung sollen sich den Berichten nach diese Attribute auf den Beobachtungsbögen notiert haben. Ein anderer Kandidat um den Platz in der Innenverteidigung soll Virgil Van Dijk sein. Auch er erfüllt die Anforderungen vollends, steht allerdings drei Jahre länger beim FC Southampton unter Vertrag als Süle bei 1899 und dürfte dadurch nicht günstiger zu haben sein als der gebürtige Frankfurter.

Überzeugt Conte seinen Wunschspieler doch noch?

Neben der Personalie Süle streben die Blues laut dem ‚London Evening Standard‘ auch auf anderen Positionen Kaderveränderungen an. So sollen die Ablöse-Einnahmen in Höhe von 60 Millionen Euro für den Brasilianer in die Kaderanpassungen von Trainer Antonio Conte investiert werden. Unabhängig von einem Abgang des 25-Jährigen hatte der italienische Coach einen neuen Mann für das Mittelfeld gefordert. Radja Nainggolan vom AS Rom steht bei Conte ganz oben auf der Liste.

Bereits im Sommer streckte der 47-Jährige seine Fühler nach dem Mittelfeldmotor der Roma aus, fing sich allerdings eine Absage ein. Nun sorgte der Belgier zuletzt für einen erneuten Dämpfer in Bezug auf das Chelsea-Werben. Angesprochen auf das Interesse der Londoner betonte er: „Ich wiederhole es: Ich glaube, dass wir hier etwas erreichen können und will dazu beitragen.“ Die Aussage darf als Absage an Conte verstanden werden, der sich entweder anderweitig umschauen oder weitere Argumente sammeln muss, um den Belgier doch noch zu überzeugen. Zusätzlich zu einem zentralen Mittelfeldmann möchte man rund um die Stamford Bridge auch einen neuen Außenverteidiger an Land ziehen.