Nur eine der vergangenen sieben Partien konnte der FC Liverpool für sich entscheiden. Trainer Jürgen Klopp findet sich zunehmend in Kreuzfeuer der Kritik wieder. Angeprangert wird vor allem die schwache Defensivleistung seines Teams. Nicht zuletzt habe er es verpasst, im Sommer in der Abwehr nachzurüsten.

Wenn diese Problematik von einem einzelnen Spieler gelöst werden könnte, kann ich euch versichern, dass wir unser ganzes Geld in die Hand genommen hätten, um die Sache durchzuziehen“, hatte sich der 50-Jährige darauf angesprochen schon vor einigen Wochen verteidigt.

Fakt ist aber: Die Defensive der Reds genügt höheren Ansprüchen nicht, gerade wenn man Vergleiche zur vermeintlichen Konkurrenz aus Manchester und London zieht. Besonders sichtbar wurde dies bei der 0:5-Klatsche gegen Manchester City.

Defensive verkörpert Durchschnitt

Joel Matip und Dejan Lovren bringen zwar internationale Erfahrung mit, wirkliche Klasse verkörpern sie jedoch nicht. Und die Backups? Ragnar Klavans Auftritte in Augsburg in allen Ehren. Aber der Este stellt ebenso Durchschnitt dar wie Joe Gomez, wenngleich dieser mit seinen 20 Jahren noch viel Entwicklungspotenzial verspricht.

Damit Gomez dieses entfaltet, lässt Klopp ihn häufig auf rechts ran. Das wiederum ist ein Indiz für die mangelnden Alternativen im Kader. Nathaniel Clyne verpasste mit Rückenproblemen bisher die gesamte Saison. Auf links wirbelt Alberto Moreno, dessen Leistungen Licht und Schatten sind. Ersatz für den inkonstanten Spanier sucht man vergebens. Nur Notlösungen wie Andrew Robertson oder James Milner sind vorhanden.

Gerne hätte der LFC Innenverteidiger Virgil van Dijk vom FC Southampton im Sommer an die Anfield Road geholt. Die Saints konnten jedoch nicht überzeugt werden. Einen Plan B gab es offenbar nicht. Den hätte es aber benötigt. Es wäre überraschend, sollte Liverpool im Winter nicht tätig werden.