Knapp 160 Millionen Euro investierte Manchester United in diesem Sommer in frisches Personal. Vergleichsweise bescheidene 17 Millionen flossen davon in den einzigen neuen Offensivspieler Daniel James. Verkauft wurde für 65 Millionen Mittelstürmer Romelu Lukaku – auch Alexis Sánchez soll unbedingt noch von der Gehaltsliste gestrichen werden und ebenfalls den Weg Richtung Inter Mailand einschlagen.

Die Offensive der Red Devils kommt in dieser Saison etwas dünnhäutig daher. Sollten Säulen wie Marcus Rashford oder Jesse Lingard ausfallen, wäre dies für Trainer Ole Gunnar Solskjaer kaum zu kompensieren.

United spart für Sancho

Laut einem Bericht der ‚Manchester Evening Standard‘ nimmt der norwegische Chefcoach das Risiko billigend in Kauf. Statt eines Schnellschusses in diesem Sommer liegt der absolute Fokus des englischen Rekordmeisters der Lokalzeitung zufolge auf Jadon Sancho. Der Youngster von Borussia Dortmund soll nach Wunsch der Klubführung schon im Winter, spätestens dann aber im kommenden Sommer den Weg ins Old Trafford finden.

In Dortmund harrt man derweil der Dinge, die da kommen mögen. Angebote jenseits der 100 Millionen Euro Ablöse werden Michael Zorc nicht von den Sitzen reißen. Es wird vielmehr die Frage sein, was der Spieler selbst mit seiner Karriere geplant hat. United ist zwar ein traditionsreicher Klub, mittelfristig aber kein Kandidat für absoluten europäischen Spitzenfußball. Der Schritt vom wiedererstarkten BVB nach Manchester wäre jedenfalls alles andere als ein sportlicher Quantensprung.