Ende Oktober hatte Nuri Sahin seinen großen Moment. Beim Pokalspiel von Borussia Dortmund gegen Union Berlin (4:1 n.E.) feierte das Eigengewächs nach monatelanger Verletzungspause sein Startelfcomeback. Einen Monat später lieferte er in der Champions League gegen Legia Warschau (8:4) sein bestes Spiel ab und trug sich in die Torschützenliste ein. Damit sind die Leistungsdaten des Dortmunder Jung jedoch nahezu vollends aufgeschrieben. Lediglich einen dritten Pflichtspieleinsatz als Einwechselspieler gegen Borussia Mönchengladbach (4:1) kann er noch vorweisen.

Positiv gesehen hat der BVB jedes Spiel, in dem Sahin mitwirkte, gewonnen. Eine sonderlich rosige Perspektive verschafft diese wenig aussagekräftige Statistik dem 28-Jährigen jedoch nicht. Sowohl Sahin selbst als auch Michael Zorc haben zuletzt betont, dass man die Zusammenarbeit zumindest im Winter nicht beenden will. Ändern könnte dies nun eine Entwicklung in Italien.

Nach Informationen des italienischen Onlineportals ‚Sportpaper.it‘ könnte Sahin bei Inter Mailand zum Thema werden. Nämlich dann, wenn Éver Banega den Lockrufen aus China erliegt. Laut ‚calciomercato.it‘ hat der Berater des argentinischen Mittelfeldmotors die Inter-Bosse davon in Kenntnis gesetzt, dass eine Offerte aus der Chinese Super League vorliegt. Als Nachfolger wird nun neben Lucas Leiva vom FC Liverpool sowie Luiz Gustavo vom VfL Wolfsburg auch Sahin gehandelt. Da man beim Wölfe-Profi mit Konkurrenz von Juventus Turin rechnet, gilt Sahin als Wunschspieler.

FT-Meinung: Letztlich liegt es wohl vor allem an Sahin selbst. Wenn er bleiben möchte, bleibt er. Sollte er aber signalisieren, wechseln zu wollen, wird ihm der BVB diesen Gefallen nicht abschlagen. Fraglich ist jedoch, ob Inter der passende Klub ist. Auch in dieser Saison hinken die Lombarden dem Glanz früherer Tage hinterher. Und je nachdem, welche Spieler bis Ende Januar im San Siro anheuern, könnte Sahin im schlimmsten Fall auch dort die Bank drohen.