So platzte die Barça-Verlängerung: Messis irre Liste an Forderungen

Lionel Messis Abschied vom FC Barcelona verlief äußerst tränenreich. Zu den Hintergründen, warum eine Vertragsverlängerung platzte, kommen jetzt neue Details ans Licht.

Lionel Messi, Neymar und Kylian Mbappé zaubern für PSG.
Lionel Messi, Neymar und Kylian Mbappé zaubern für PSG. ©Maxppp

Um die Zukunft von Lionel Messi (35) wird spätestens im nächsten Jahr mal wieder mit harten Bandagen gekämpft. Paris St. Germain wird alles versuchen, den auslaufenden Vertrag verlängern. Aber auch der FC Barcelona träumt von einer Rückkehr des verlorenen Sohns.

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Vor etwas mehr als einem Jahr verließ Messi das Camp Nou in Richtung Frankreich. Um eine Verlängerung hatte Barça sich ein weiteres Jahr davor, im Sommer 2020 intensiv, aber letztlich vergeblich bemüht.

Die spanische ‚El Mundo‘ deckt nun eine lange Liste an Forderungen auf, die Messi und Vater Jorge für eine Unterschrift stellten. Nach und nach kamen in den Verhandlungen immer weitere Punkte hinzu, die Barça aus finanziellen Gründen nicht erfüllen konnte und wollte.

Die Forderungen

1) Ein Vertrag bis 2023 mit einseitiger Verlängerungsoption für Messi.

2) Eine coronabedingte Kürzung des Gehalts um 20 Prozent in der Saison 2020/21, aber einer Rückforderung von jeweils zehn Prozent des Gehalts in den beiden folgenden Spielzeiten inklusive einer Verzinsung von drei Prozent pro Jahr.

3) Die Zahlung ausstehender Treueprämien mit Zinsen.

4) Eine Loge für die Familien von Messi und Kumpel Luis Suárez.

5) Ein Privatflug zu Weihnachten für die ganze Familie nach Argentinien.

6) Im Falle einer Vertragsauflösung eine Fortzahlung des Gehalts in der Saison 2020/21 plus Zinsen.

7) Ein Handgeld für die Unterschrift in Höhe von zehn Millionen Euro.

8) Bei Steuererhöhungen in Spanien sollten diese Kosten auf den Verein umgelegt werden. Sämtliche ausstehenden Boni müssen inklusive Zinsen ausgezahlt werden.

9) Die „Abschaffung“ der Ausstiegsklausel, die von 700 Millionen Euro auf einen symbolischen Betrag von 10.000 Euro reduziert wird.

10) Die Vertragsverlängerung mit Kumpel und Betreuer Pepe Costa über die selbe Laufzeit wie sein eigener Kontrakt.

11) Die Zahlung ausstehender Provision an Bruder Rodrigo Messi.

Wechsel zu PSG

Am 25. Juni 2020 antwortete der damalige Vereinspräsident Josep Bartomeu dem Messi-Lager: Der Verein sei aufgrund der Corona-Pandemie nicht in der Lage, das Handgeld aufzubringen. Auch die Ausstiegsklausel wollte man nicht heruntersetzen. Der Rest ist Geschichte. Messi bittet am 24. August per Fax um seine Freigabe, Bartomeu lehnt einen Abschied ab und Messi wechselt ein Jahr später ablösefrei zu PSG.

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