Köln: 58 Millionen durch Ausstiegsklauseln?

In der Liga auf den 17. Tabellenplatz gerutscht, wird ein Abstieg für den 1. FC Köln immer wahrscheinlicher. Unvorbereitet ist der Klub auf den Worst Case indes nicht, in den Verträgen der Spieler hat man bereits vorgesorgt.

Horst Heldt leitet in Köln die Geschicke
Horst Heldt leitet in Köln die Geschicke ©Maxppp

Durch die bittere 2:3-Niederlage gegen den direkten Konkurrenten Mainz 05 und dem Sieg von Arminia Bielefeld über den SC Freiburg (1:0) ist der 1. FC Köln an diesem Wochenende auf einen direkten Abstiegsplatz gerutscht. Die Sorgen werden größer, unvorbereitet würde der Gang in die zweite Liga Sportchef Horst Held und Co. allerdings nicht treffen.

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Wie die ‚Sport Bild‘ in ihrer neuesten Ausgabe berichtet, haben die Spieler bestimmte Klauseln in ihren Verträgen, die im Abstiegsfall greifen. Zum einem müsste die Mannschaft starke Gehaltskürzungen in Kauf nehmen. Beispiel: Verdient der noch bis Sommer an den AS Saint-Étienne ausgeliehene Anthony Modeste (33) in Köln ein Jahresgehalt von 3,5 Millionen Euro, würde dieses im Unterhaus auf rund eine Million zusammenschrumpfen.

Ausstiegsklauseln en masse

Dafür sind in den Arbeitspapieren der Spieler aber auch Ausstiegsklauseln verankert, die Köln einerseits eine gewisse finanzielle Planung ermöglichen und es den betroffenen andererseits Personen erleichtern, nach einem neuen Klub Ausschau zu halten.

So könnte Flügelspieler Ismail Jakobs (21), der bei Klubs aus der Premier League auf der Wunschliste stehen soll, für knapp unter zehn Millionen im Falle eines Abstiegs zu haben sein. Für Verteidiger Sebastiaan Bornauw (22) kann der Effzeh wohl mit acht bis zehn Millionen Euro rechnen.

Mittelfeldmotor Ellyes Skhiri (25) hat dem Bericht zufolge eine Klausel in Höhe von neun Millionen Euro verankert. Für zwei Millionen Euro weniger ist derweil Verteidiger Jorge Meré (23), der schon im Winter gerne in seine spanische Heimat zurückgekehrt wäre, zu haben.

Auch der erst im Sommer unter Vertrag genommene Sebastian Andersson (29) und Stammkeeper Timo Horn (27) können den Verein jeweils für vertraglich verankerte sieben Millionen Euro den Rücken kehren. Ondrej Duda (26), einer der weniger Lichtblicke in der laufenden Spielzeit, darf laut Ausstiegsklausel für acht Millionen Euro gehen.

Köln auch mit weniger zufrieden?

Dass die Kölner in jedem Fall auf die Höhe der Ausstiegsklausel pochen können, scheint jedoch unwahrscheinlich. Zu inkonstant waren die Leistungen vieler Spieler beim Abstiegskandidaten.

Dennoch bieten die Klauseln den Domstädtern zumindest eine gewisse Orientierung, mit welchen finanziellen Mittel in der zweiten Liga geplant werden könnte. Zunächst richtet sich der Blick aber weiterhin voll auf den Abstiegskampf. Das rettende Ufer ist schließlich nur drei Punkte entfernt.

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