Werben um Supertalent: Borussia sauer auf die Bayern

Borussia Mönchengladbach droht der Verlust eines seiner größten Nachwuchstalente. Medienberichten zufolge hat der FC Bayern die Fühler nach Sinan Kurt ausgestreckt. Zwischen den Klubs herrscht dicke Luft. Auswirkungen könnte der Zwist auf eine andere Personalie haben.

Noch immer verägert über den FC Bayern: Gladbach-Manager Max Eberl
Noch immer verägert über den FC Bayern: Gladbach-Manager Max Eberl ©Maxppp

Eigengewächs ist nicht immer gleich Eigengewächs. So mancher heutige Bundesligastar durchlief den Großteil der Jugendabteilung gar nicht bei dem Klub, bei dem er später seine ersten Gehversuche als Profi machte. Toni Kroos beispielsweise wechselte erst in der U19 von Hansa Rostock zum FC Bayern München. Der gebürtige Greifswalder ist mit seinem Werdegang kein Präzedenzfall – und wird auch nicht der letzte gewesen sein.

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Ganz ähnlich könnte es möglicherweise bei Sinan Kurt laufen. Der 17-Jährige stammt aus der Jugend von Borussia Mönchengladbach und steht dort auch noch bis 2016 unter Vertrag. Nach Informationen der ‚Rheinischen Post‘ zieht es den hochveranlagten Offensiv-Allrounder allerdings schon in diesem Sommer zu den Bayern. Das Verhältnis der beiden Klubs sei nach den Annäherungsversuchen der Münchner im Übrigen nachhaltig belastet, berichtet die Zeitung weiter.

Verhindern kann und will Max Eberl den Abgang des Supertalents wohl nicht. „Wenn einer hier groß geworden ist, hat er bei uns die größte Chance, in die Bundesliga zu kommen. Wenn er die Chance nicht wahrnehmen will, ist das aus unserer Sicht unverständlich“, resigniert der ‚Fohlen‘-Manager fast ein wenig, „für uns ist es natürlich immer schade, wenn wir ein Top-Talent ausgebildet haben und es dann verlieren.“

Auswirkungen haben könnte die Verstimmung zwischen den beiden Traditionsklubs auch auf eine andere Personalie. Gladbach wirbt um Mittelfeldspieler Alessandro Schöpf, den Pep Guardiola bereits mit Superstar Thiago verglich. Angestrebt ist ein Leihgeschäft. Zu dem kann es jedoch nur kommen, falls sich Bayern und die Borussia wieder ein Stück weit annähern.

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