Roses Raute: System-Wechsel in Dortmund?

Mit Donyell Malen hat Marco Rose seinen Wunschstürmer bekommen. Damit erhöhen sich die Chancen für ein System mit Doppelspitze bei Borussia Dortmund.

Donyell Malen mit seinem neuen Coach Marco Rose
Donyell Malen mit seinem neuen Coach Marco Rose ©Maxppp

Am Vormittag leitete Marco Rose eine weitere Trainingseinheit seiner neuen Mannschaft im Trainingslager in Bad Ragaz. Dabei ließ der Übungsleiter ein wenig in seine taktischen Vorstellungen blicken. So wurden Automatismen im 4-1-2-1-2 System eingeübt.

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Auf der offensiven Position bot Rose Marco Reus (32) auf, die beiden Halbpositionen im zentralen Mittelfeld bekleideten Julian Brandt (25) und Giovanni Reyna (18). Mahmoud Dahoud (25) kam auf der Sechs zum Einsatz. Ein Modell, das unter Rose Schule machen könnte.

Kaderstruktur für Raute

Der Kader ist gespickt mit Spielern, die für eine Mittelfeldraute prädestiniert sind. Kreative Spieler wie Reus, Reinier (20), Reyna oder Brandt wären allesamt gute Lösungen auf der Zehn. Brandt und Reyna können ebenfalls auf der Acht zum Einsatz kommen. Auch Dahoud, Jude Bellingham (18), Tobias Raschl (21) und Neuzugang Abdoulaye Kamara (16) bringen alles für diese Position mit.

Defensiv hätte Rose die Wahl zwischen Routinier Axel Witsel (32), Thomas Delaney (29) und Emre Can (27). Rose steht im Mittelfeld ein Überangebot zur Verfügung, betrachtet man die Anzahl der Spieler, die berechtigte Hoffnung auf einen Stammplatz haben werden. Daher gelten Brandt und Delaney als Verkaufskandidaten.

Abkehr vom Flügelspiel?

Eine Raute im Mittelfeld wäre eine Möglichkeit, um den Abgang von Jadon Sancho (21) zu kompensieren. Ob der BVB in dieser Transferperiode noch passenden Ersatz mit ähnlichen Qualitäten verpflichten kann, darf angezweifelt werden. Das gibt der Markt höchstwahrscheinlich nicht her.

Mit Donyell Malen (22) haben die Borussen aber schon auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Der gelernte Mittelstürmer wurde oft als Ersatz für Sancho bezeichnet – doch die Stärken des Niederländers kommen eher im Sturmzentrum zur Geltung. Dort führt allerdings kein Weg an Erling Haaland (21) vorbei.

Die offensichtliche Lösung ist, die Sturmgranaten gemeinsam aufzubieten. Mit einem Kreativspieler dahinter, der die Torjäger in Szene setzen kann, könnten sich Malen und Haaland schnell zu einem gefürchteten Sturmduo entwickeln.

Viererkette noch mit Fragezeichen

In der Verteidigung gibt es noch Fragezeichen bei den Dortmundern. Mats Hummels wird nach auskurierter Patellasehnenverletzung vielleicht erst nach dem ersten Spieltag ins Team zurückkehren. Gegen Eintracht Frankfurt (14.8.) könnte daher Can für Hummels in die Bresche springen.

Dass die Schwarz-Gelben für die Innenverteidigung nochmal auf dem Transfermarkt aktiv werden, ist nicht ausgeschlossen. Merih Demiral von Juventus Turin ist einer der Kandidaten. Ein Kauf ist laut Sebastian Kehl aber wirtschaftlich nicht umzusetzen. Auch Marcel Halstenberg (29) von RB Leipzig ist ein Thema.

So könnte der BVB mit der Raute auflaufen

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