Transferzeugnis Freiburg: Viel Luft nach oben

Trotz der Coronakrise hat der SC Freiburg für seine Verhältnisse ordentlich auf dem Transfermarkt zugeschlagen und mit Baptiste Santamaria sogar einen neuen vereinsinternen Rekordtransfer an Land gezogen. Aber wie schlagen sich der Zehn-Millionen-Mann und die anderen Neuzugänge?

Christian Streich, Baptiste Santamaria und Florian Müller (v.l.n.r.)
Christian Streich, Baptiste Santamaria und Florian Müller (v.l.n.r.) ©Maxppp

Ermedin Demirovic (Deportivo Alavés/3,7 Mio)

Der 22-jährige Bosnier brauchte eine Weile, um sich an das höhere Niveau der Bundesliga zu gewöhnen. Dass ihm das aber immer besser gelingt, bezeugen unter anderem die zwei Startelfeinsätze zuletzt gegen den FC Augsburg (1:1) und Borussia Mönchengladbach (2:2). Auch wenn Demirovic noch kein Scorerpunkt gelang, zeigt die aktuelle Form des Stürmers klar nach oben. Note: 3,5

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Guus Til (Spartak Moskau/Leihe)

Im Breisgrau konnte der für zwei Jahre ausgeliehene Offensive Mittelspieler noch keine Akzente setzten, was aber auch daran liegt, dass der 22-jährige Niederländer erst im September mit einer Sprunggelenkverletzung aus Moskau kam. Das bis jetzt nur zwei Kurzeinsätze für ihn zu Buche stehen, erklärt Trainer Christian Streich gegenüber dem ‚kicker‘ damit, dass Til für seinen Spielstil eine hundertprozentige Fitness braucht, die er momentan einfach noch nicht haben kann. Note: 4

Baptiste Santamaria (SCO Angers/10 Mio)

Dass der SC Freiburg für Santamaria zehn Millionen Euro ausgab, bedeutete nicht nur einen neuen Rekordtransfer der Breisgauer, sondern auch, dass eine enorme Erwartungshaltung an dem neuen Star haftet. Erfüllen konnte Santamaria diese bisher nur zum Teil. Zwar hat sich der 25-Jährige sofort einen Stammplatz im defensiven Mittelfeld gesichert, die mittlerweile neun Spiele andauernde Sieglosserie der Freiburger konnte aber auch er nicht verhindern. Note: 3

Florian Müller (1.FSV Mainz/Leihe)

Eigentlich hatte die Stunde für Freiburgs bisherigen Ersatztorhüter Mark Flekken geschlagen: Stammtorwart Alexander Schwolow (28) schloss sich Hertha BSC Berlin an und der 27-Jährige sollte künftig seinen Platz zwischen den Pfosten übernehmen. Da sich Flekken dann aber bereits vor der ersten Runde des DFB-Pokals eine schwerwiegende Ellbogenverletzung zuzog, mussten die Verantwortlichen auf die Schnelle eine Alternative suchen. Diese fanden sie in Müller, der seinen Stammplatz in Mainz verloren hatte und eine neue Herausforderung suchte. Der 23-jährige Flekken-Ersatz macht seine Sache seitdem ordentlich, wenngleich nicht fehlerfrei. Note: 3

Benjamin Uphoff (Karlsruher SC/ablösefrei)

Vor der Saison als klare Nummer zwei gekommen, erfüllt der 27-jährige Schlussmann nun eben diese Rolle aus. Nimmt in der Regel auf der Bank platz und wartet noch auf die erste Chance, sein Können in der Liga unter Beweis zu stellen. Nur im Pokal (2:1-Sieg bei Waldhof Mannheim) durfte Uphoff ran. Note: 3

Fazit

Mit Santamaria und Müller hat Freiburg zwei Leistungsträger mit Luft nach oben dazu gewonnen. Dass Demirovic und Til eine gewisse Anlaufzeit benötigen, war abzusehen. An ihnen liegt es jetzt, zu beweisen, dass sie echte Alternativen für die Startelf sind. Demirovic ist gerade auf dem besten Weg dahin.

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