Transferzeugnis BVB: Potenzial noch nicht abgerufen

Der BVB hat im Sommer rund 50 Millionen investiert. Von den dreieinhalb Neuverpflichtungen hat sich bislang aber nur eine als uneingeschränkte Verstärkung entpuppt.

Die Neuzugänge der Dortmunder
Die Neuzugänge der Dortmunder ©Maxppp

Jude Bellingham (Birmingham City/25 Mio.)

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Zuletzt gönnte ihm Lucien Favre zwar vermehrt kleinere Pausen – dennoch hat Bellingham bislang alle Erwartungen mehr als erfüllt. Seine für einen 17-Jährigen schon fast unheimliche Reife hat der dynamische Rechtsfuß aus der zweiten englischen Liga ins deutsche Oberhaus hinübergerettet. Dass Favre ihn bisweilen verschnaufen lässt, hat nichts mit den gezeigten Leistungen zu tun und ist absolut sinnvoll. Ausblick: Bellingham ist der nächste Youngster nach Jadon Sancho, der beim BVB zum weltweit begehrten Topstar reift. Note: 1,5.

Thomas Meunier (Paris St. Germain/ablösefrei)

Zugegeben – Achraf Hakimis Erbe ist groß. Und es war von Beginn an klar, dass Meunier eben nicht über die unglaubliche Dynamik des Marokkaners verfügt. Dieses Manko sollte der 29-jährige Belgier mit internationaler Erfahrung, enormer Körperlichkeit und Zweikampfhärte wettmachen. Aber auch diese Attribute ließ Meunier bislang über weite Strecken vermissen. Negativer Höhepunkt war seine miserable Leistung gegen Lazio (1:3), beim Derby-Sieg gegen Schalke (3:0) am gestrigen Samstag präsentierter er sich gefestigter. Note: 4,5.

Reinier (Real Madrid/Leihe)

Zwei Jahre lang soll sich der brasilianische Offensivallrounder bei Schwarz-Gelb weiterentwickeln. Im besten Falle dürfen sich die Dortmunder über eine Verstärkung der Marke Hakimi freuen. Davon ist bis dato aber noch nicht viel zu sehen. Der 18-jährige Reinier kämpft mit Eingewöhnungsproblemen, hat noch keine einzige Partie von Beginn an bestritten. Allerdings – und das muss man ihm zugutehalten – sind auch sämtliche Stammkräfte im Angriff fit. Fazit: Reinier erhält natürlich ausreichend Zeit, seine kolportierte Extraklasse konnte er aber noch nicht wirklich andeuten. Note: 4.

Emre Can (Juventus Turin/25 Mio.)

Die Kaufoption für den körperlich so robusten Rechtsfuß haben die Dortmunder nach halbjähriger Leihe im Sommer völlig zurecht gezogen. Seitdem ist jedoch ein kleiner Bruch drin bei Can. Vom Mittelfeld wurde er in die Innenverteidigung verschoben und darf dort seine Wildheit im Zweikampf nicht mehr ausleben. Damit beraubt man ihn einem Großteil seiner Stärken. Auf der anderen Seite hat Favre in der Abwehrkette momentan auch nicht viele Möglichkeiten. Note: 3,5.

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