Eintracht: Götze-Verpflichtung als Meilenstein?

Eintracht Frankfurt buhlt um Mario Götze. Eine Verpflichtung des Weltmeisters von 2014 brächte viel Prestige mit sich. Doch passt der Filigrantechniker auch sportlich ins Konzept von Oliver Glasner.

Mario Götze spielt seit 2020 für die PSV
Mario Götze spielt seit 2020 für die PSV ©Maxppp

Anfang der vergangenen Saison wagte Oliver Glasner das Experiment Viererkette. Als der Erfolg ausblieb, setzte der Österreicher dann wieder auf das schon unter Adi Hütter erprobte 3-4-2-1 und jenen Hauruck-Fußball, der letztlich im Gewinn der Europa League gipfelte.

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In der kommenden Spielzeit winkt nun die Königsklasse. Für den laufenden Transfermarkt bedeutet dies ein deutlich größeres Budget. Die Folge: Spieler wie Sebastian Polter (31), mit dem man sich zwischenzeitlich sogar einig war, könnten durchs Raster fallen. Wesentlich renommiertere Stars wie Mario Götze (30) sind hingegen keine Utopie mehr.

Passt Götze?

Doch passt der Freigeist mit dem wunderbaren rechten Fuß überhaupt ins System Glasner respektive Hütter? Nominell – so viel ist klar – könnte er die Rolle von Daichi Kamada (Vertrag läuft 2023) als einer der beiden Zehner hinter der einzigen Sturmspitze einnehmen.

Allerdings pflegt Götze eigentlich einen filigraneren Ball als das Eintracht-Mittelfeld. Die Frage, ob der Ex-Dortmunder damit das fehlende Element oder eher ein Fremdkörper wäre, darf zumindest erlaubt sein.

Fakt ist: Unter Roger Schmidt hat der Regisseur intensives Pressing und scharfes Anlaufen in den vergangenen beiden Jahren immer wieder gepredigt bekommen – auch wenn Schmidt im Vergleich zu seinen wilden Leverkusener Tagen inzwischen einen moderateren Spielstil zelebrieren lässt.

Baut Glasner um?

Denkbar wäre auch eine generelle Weiterentwicklung bei der Eintracht. Die Lösungen in Ballbesitz sind noch ausbaufähig. Und Spielermaterial wäre mit Djibril Sow, Filip Kostic, Rafael Borré, Randal Kolo Muani und dann gegebenenfalls Götze durchaus vorhanden, um diesen Missstand erfolgreich zu beheben.

Eine Götze-Verpflichtung könnte also durchaus passen, zumal sie sich mit überschaubaren vier Millionen Euro Ablöse in einem adäquaten Rahmen bewegt. An einigen wichtigen Stellschrauben müsste Glasner allerdings drehen. Sollte der Übergang letztlich gelingen, könnte eine Götze-Verpflichtung am Ende sogar so etwas wie ein Meilenstein zur Etablierung in der deutschen Spitze sein.

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