VfB Stuttgart: Sommer-Flucht der Leistungsträger?

von Matthias Rudolph
2 min.
Serhou Guirassy feiert mit seinen Teamkollegen @Maxppp

Der VfB Stuttgart spielt punktemäßig die beste Saison der Vereinsgeschichte. Die große Frage bleibt, ob die Schwaben ihre wunderbar harmonierende Mannschaft über den Sommer hinaus zusammenhalten können.

In den vergangenen Jahren ist es dem VfB Stuttgart mehrfach gelungen, umworbene Spieler in Cannstatt zu halten. Der Preis für diese Erfolge war aber in den meisten Fällen die Implementierung einer Ausstiegsklausel. Serhou Guirassy (28) kostet im Sommer festgeschriebene 20 Millionen Euro, für 23,5 Millionen Euro ist im Falle der Qualifikation für die Champions League Chris Führich (26) zu haben.

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An Interessenten, die diese Summen sofort überweisen würden, mangelt es nicht. Guirassy steht in der Premier League und in der Serie A hoch im Kurs, auch der FC Bayern soll sich mit der Personalie beschäftigen. Bei Führich ist es die Crème de la Crème der Bundesliga, die die Fühler ausstreckt. Neben den Bayern würden auch Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund gerne zuschlagen. In beiden Fällen wäre der VfB machtlos.

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Weitere Profis mit einer festgeschriebenen Ablöse sind Kapitän Waldemar Anton (27), der Japaner Hiroki Ito (24) sowie der hochtalentierte Enzo Millot (21). Das Trio besitzt dem Vernehmen nach Ausstiegsklauseln in Höhe von 25 bis 30 Millionen Euro. Der derzeit verletzte Dan-Axel Zagadou (24) kann sogar für lediglich 15 Millionen Euro aus seinem Vertrag herausgekauft werden.

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Bleibt Undav?

Hinzu kommt die Problematik in Hinblick auf die ausgeliehenen Spieler. Bei Abwehrspieler Anthony Rouault (22) ist die Kaufpflicht immerhin schon aktiviert worden. Und auch bei VfB-Stammtorhüter Alexander Nübel sieht es nach einem Verbleib aus. Der 27-Jährige steht vor der Verlängerung beim FC Bayern und einer weiteren Leihe nach Stuttgart. Komplizierter stellt sich die Situation bei Deniz Undav dar. Der Neu-Nationalspieler kostet mindestens 20 Millionen Euro, hinzu käme ein lukratives Gehalt. Zuletzt war von einem Gesamtpaket in Höhe von rund 40 Millionen Euro die Rede.

Ob der VfB eine derartige Summe stemmen kann, hängt maßgeblich vom Ausgang der Saison ab. Aktuell stehen die Zeichen voll auf Königsklasse. Sportdirektor Fabian Wohlgemuth hätte dann deutlich mehr Kapital zur Verfügung. Gleichzeitig würden aber auch die Begehrlichkeiten anderer Klubs zunehmen, ganz zu schweigen von den höheren Forderungen einzelner Spieler. Zudem müsste der Kader breiter aufgestellt werden.

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Nach einer traumhaften Saison steht dem VfB ein komplizierter Sommer ins Haus – mit zahlreichen Fragezeichen. Denn das Heft des Handelns hat man in vielen Fällen nicht selbst in der Hand.

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