Flick-Abschied zur Unzeit | Bayerns Kandidaten

Hansi Flick teilte am gestrigen Samstag nach dem 3:2-Sieg beim VfL Wolfsburg seinen Abschiedswunsch mit. Die Entscheidung des Trainers kommt für den FC Bayern zur Unzeit.

Hansi Flick (l.) und Thomas Tuchel
Hansi Flick (l.) und Thomas Tuchel ©Maxppp

2017 konnte sich der FC Bayern nicht durchringen. Nach der Entlassung von Carlo Ancelotti schien die Verpflichtung des vereinslosen Thomas Tuchel als neuem Trainer eigentlich zwangsläufig. Doch in München sorgte man sich trotz aller sportlichen Wertschätzung vor neuen internen Querelen mit dem mitunter dickköpfigen Fußballlehrer. So kam schlussendlich Jupp Heynckes, Tuchel ging 2018 zu Paris St. Germain.

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Im Frühjahr 2021 stehen die Bayern erneut vor einer offenen Trainerfrage. Hansi Flick hat seinen Abschied angekündigt. Und erneut spielt der Name Tuchel eine Rolle. Nach FT-Informationen würde der FCB den Deutschen gerne als neuen Trainer holen. Der Kontakt riss in der Vergangenheit nicht ab und auch Tuchel kann sich gut vorstellen, mal den Rekordmeister zu coachen.

Tuchel darf bei Chelsea investieren

Doch gibt es bekanntermaßen ein großes Problem: Tuchel steht seit Januar und noch bis Ende der kommenden Saison beim FC Chelsea unter Vertrag. Dort arbeitet der 47-Jährige äußerst erfolgreich. In dieser Woche zog er mit den Blues ins Halbfinale der Champions League sowie ins Finale des FA Cup ein. Für den Sommer hat Tuchel zudem die Zusage, kräftig in den Kader der Londoner investieren zu dürfen.

Dass die Bayern den ehemaligen BVB-Coach also loseisen können, ist so gut wie ausgeschlossen. Weiteres Problem: Auch die anderen beiden Kandidaten auf der Shortlist sind schon vergeben. Julian Nagelsmann ist Bayern-Fan und Deutschlands größte Trainerhoffnung. Bis 2023 ist der 33-Jährige noch an RB Leipzig gebunden. Der Bayern-Konkurrent ruft dem Vernehmen nach die Trainer-Weltrekordablöse von 15 bis 20 Millionen Euro auf.

Außenseiter Glasner

Außenseiterchancen hat Oliver Glasner (46). Der Österreicher hat beim VfL Wolfsburg ein schwieriges Verhältnis zu seinem Boss Jörg Schmadtke. Ob er aber das nötige Renommee für den Job an der Säbener Straße mitbringt, ist fraglich. Massimiliano Allegri, der von italienischen Medien mit dem Münchnern in Verbindung gebracht wurde, ist laut ‚Sport1‘ kein Thema.

Klar ist: Flicks Abschied (wahrscheinlich Richtung DFB) kommt für die Bayern zur Unzeit. Vieles spricht dafür, dass harte Verhandlungen anstehen, in denen ein Trainer von der Konkurrenz abgeworben werden muss.

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