Zwei Tore gegen Salzburg: Félix findet seine Rekordtransfer-Form

Für sage und schreibe 126 Millionen wechselte João Félix im Sommer 2019 von Benfica Lissabon zu Atlético Madrid. Seitdem blieb das portugiesische Ausnahmetalent einiges schuldig. Nun scheint der Knoten allmählich zu platzen.

João Félix ist Atléticos Rekordzugang
João Félix ist Atléticos Rekordzugang ©Maxppp

Mit zwei Toren war Angreifer João Félix der Matchwinner beim gestrigen 3:2-Sieg von Atlético Madrid im Champions League-Spiel gegen den FC Salzburg. Bereits in der 14. Minute hätte der portugiesische Nationalspieler beinahe mit einem spektakulären Seitfallzieher zum 1:0 getroffen, doch der Ball landete am Querbalken.

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Mehr Glück sollte Félix später in der Partie haben. Nach 52 Minuten traf der aufsehenerregende Stürmer nach einem Doppelpass mit Ángel Correa zum zwischenzeitlichen 2:2, bevor er in der Schlussphase noch das umjubelte Siegtor erzielte. Damit bewahrte er seine Mannschaft, die über weite Strecken spielbestimmend war, vor einem weiteren Rückschlag nach der 0:4-Niederlage vor einer Woche gegen den FC Bayern.

Rekordneuzugang mit Anlaufschwierigkeiten

Man kann ohne weiteres behaupten, dass der Youngster am gestrigen Abend eines seiner besten Spiele im Atlético-Trikot machte. Die hohen Erwartungen, die die Colchoneros vor knapp 16 Monaten bei seiner Verpflichtung hatten, konnte der 20-Jährige zu Beginn nicht erfüllen. Nur neun Tore erzielte Félix in der vergangenen Saison in insgesamt 36 Pflichtspielen – gemessen an der horrenden Ablösesumme, die der zehnfache spanische Meister für ihn zahlte, zu wenig.

In der laufenden Spielzeit zeigt der Ex-Benfica-Profi allerdings allmählich, warum ihn Atlético zum teuersten Neuzugang der Vereinsgeschichte machte. Nach sieben Partien in der Liga und in der Champions League steht Félix aktuell bei drei Treffern und zwei Torvorlagen. Gegen Salzburg gelang ihm zudem sein zweiter Doppelpack in seiner Zeit bei Atlético.

Licht und Schatten

Obwohl sich der technisch versierte Offensivspieler zuletzt verbessert präsentierte und immer wieder sein riesiges Talent aufblitzen ließ, mangelt es ihm oft noch an Konstanz. Gegen die Bayern zeigte Félix eine unterdurchschnittliche Leistung. In der Vergangenheit bestanden zudem wiederholt Zweifel daran, ob Atléticos defensives 4-4-2-System und die robuste, körperbetonte Spielweise zu ihm passen. Ohne Frage kommt das System von Trainer Diego Simeone einem Angreifer der Art von João Félix nicht gerade entgegen.

Der argentinische Übungsleiter glaubt dennoch weiter an den Portugiesen, wie er nach dem gestrigen Spiel betonte: „Wenn er weiterhin Hingabe und Speed zeigt und gute Entscheidungen trifft, wie er es heute gemacht hat, wird er weiter wachsen. Hoffentlich können wir ihm dabei helfen, denn mit einem starken João Félix wird das Team wettbewerbsfähiger.“ Das Potenzial des Jungspunds ist unbestritten. Nun liegt es an ihm, dieses noch häufiger abzurufen.

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