BVB-Kandidat Ferran Torres: Der Senkrechtstarter

Der europäische Fußball legt eine Zwangspause ein. FT blickt deshalb auf die Durchstarter und aufstrebenden Stars der Saison. Heute im Fokus: Ferran Torres vom FC Valencia.

BVB-Kandidat Ferran Torres: Der Senkrechtstarter
BVB-Kandidat Ferran Torres: Der Senkrechtstarter ©Maxppp

Ferran Torres ist mit 20 Jahren bereits einer der besten Spieler des FC Valencia. Doch die Leistungsexplosion des Youngsters kommt seinem Klub wohl teuer zu stehen. Über den Sommer hinaus wird der Flügelspieler kaum zu halten sein.

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Der FC Liverpool, Manchester City, Manchester United, Juventus Turin, Atlético Madrid, Ajax Amsterdam und Borussia Dortmund – die Nachfrage für Torres könnte wohl selbst im Karrieremodus bei FIFA nicht besser aussehen. Neben der Leistungsexplosion des Flügelstürmers ist auch dessen Vertragspapier in Valencia ein Thema.

Valencia verpennt Verlängerung

„Dieser Junge hätte schon in der letzten Saison verlängern müssen. Die Manager tragen den Fehler der Vergangenheit und er kostet sie“, polterte Valencia-Ikone Gaizka Mendieta im März und legte damit den Finger in die offene Wunde.

Im November 2017 gab Torres im Alter von 17 Jahren sein Debüt für die Fledermäuse, fünf Monate später belohnte man den Jungprofi mit einem neuen Arbeitspapier bis 2021 – seitdem hat sich an der Vertragssituation nichts geändert. Auf eine gute Spielzeit 2018/19 folgte in der derzeit unterbrochenen Saison der endgültige Durchbruch. Doch Valencia hat den idealen Zeitpunkt für Vertragsgespräche verpasst, das Offensivjuwel weigert sich mittlerweile, sein Arbeitspapier zu verlängern.

Leistungssprung unter Celades

Dank des Vertrauens von Coach Albert Celades hat Torres als Stammspieler einen enormen Leistungssprung hinter sich. Stand der spanische U21-Nationalspieler in der Vorsaison nur einmal in La Liga über 90 Minuten auf dem Platz, stehen diese Saison 20 von 27 möglichen Startelfeinsätzen in der spanischen Meisterschaft zu Buche.

Die große Rückendeckung spiegelt sich beim Rechtsaußen auch auf dem Platz wider. Häufig sucht der 20-Jährige das Dribbling gegen gleich mehrere Gegenspieler und das mit Erfolg. Dank seiner enormen Schnelligkeit überwindet er regelmäßig die gegnerischen Abwehrreihen und kann in die gefährlichen Zonen vordringen, um dann den entscheidenden Pass zu spielen oder selbst abzuschließen. Sechs Treffer und sieben Assists konnte Torres so in 35 Pflichtspielen beisteuern.

Dabei ist der Rechtsfuß selbstbewusst genug, beim Zug in die Mitte auch mal mit dem schwächeren linken Fuß zu schießen. Sein gutes Auge für den Mitspieler, die technische Stärke beim Dribbling und das hohe Tempo machen den entwicklungsfähigen Spanier daher für zahlreiche Topklubs interessant.

Der ideale Sancho-Nachfolger?

Auch bei Borussia Dortmund ist man auf den Flügelstürmer aufmerksam geworden. Medienberichten zufolge befinden sich die Schwarz-Gelben in der Pole Position im Werben um Torres. Sollte der BVB Jadon Sancho (20) ziehen lassen, bringt der Valencia-Akteur alle Fähigkeiten mit, um in die Fußstapfen des Engländers zu treten.

Zwar ist der Spanier noch nicht auf dem gleichen Level wie Ausnahmekönner Sancho, der Trend dieser Saison zeigt jedoch, dass Torres noch lange nicht am Ende seiner Entwicklung angekommen ist. Die von Valencia verankerte Ausstiegsklausel von 100 Millionen Euro macht dies deutlich. Doch im Zuge der Coronakrise dürfte der Preis für das Ausnahmetalent der Fledermäuse noch sinken.

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