Für zwei Jahre wechselt Kingsley Coman auf Leihbasis von Juventus Turin zum FC Bayern München. Mit einer Kaufoption, die im Anschluss für 21 Millionen Euro gezogen werden kann, stellt der deutsche Rekordmeister sicher, dass er in dieser Personalie die Zügel fest in der Hand hält. Coman soll in erster Linie die Möglichkeiten auf den offensiven Außenbahnen erhöhen. Denn wegen der Verletzung von Franck Ribéry hat Pep Guardiola keinen Spieler im Kader, der von der linken Außenbahn mit Tempo in die Mitte dribbeln und mit seinem starken rechten Fuß den Abschluss suchen kann.

Kommt auch Coleman?

Nicht ausgeschlossen, dass die Bayern ihre Personalplanungen auch nach der Coman-Verpflichtung noch nicht beendet haben. Wie der ‚Daily Star‘ berichtet, könnte auch das Interesse an Séamus Coleman vom FC Everton noch einmal heiß werden. Der Rechtsverteidiger steht bereits seit Monaten in München auf der Liste, konkretisiert hatte sich das Werben allerdings bislang nicht. Auseinandersetzen müssten sich die Münchner im Fall der Fälle mit Paris St. Germain, das ebenfalls die Fühler ausgestreckt haben soll.

Wie groß das akute Interesse an einer Verpflichtung tatsächlich ist, erscheint jedoch fraglich. Erst zu Beginn dieser Saison hatte Pep Guardiola Kapitän Philipp Lahm auf die Rechtsverteidiger-Position zurückbeordert. Mit ihm und Backup Rafinha sind die Bayern eigentlich sehr gut aufgestellt. Bedarf bestünde nur dann, wenn Lahm wieder im Mittelfeld spielen soll.

Perspektivisch hingegen wäre Coleman ein sehr interessanter Mann. 26 Jahre ist der Ire alt und damit deutlich jünger als Rafinha und vor allem Lahm. Darüber hinaus bringt der Nationalspieler viele Qualitäten mit, die unter Guardiola gefragt sind. Neben starkem Defensivverhalten besticht Coleman mit dynamischem Vorwärtsgang und präzisem Passspiel. Sein Vertrag läuft noch bis 2019. Womöglich könnte er im kommenden Sommer eine echte Alternative werden.